Das Statistische Bundesamt (Destatis) ermittelte in einer Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten, dass über drei Viertel (77 Prozent) aller privaten Haushalte in Deutschland 2011 über einen Internetzugang verfügten. Die Mehrheit (93 Prozent) oder 28 Millionen private Haushalte nutzten einen Breitbandanschluss, um ins Netz zu kommen.
Mehrere Verbindungsarten pro Haushalt
Nicht selten sind pro Haushalt mehrere Verbindungsarten vorhanden. In 82 Prozent der Haushalte mit Internetzugang wird DSL genutzt. Über andere Breitbandanschlüsse gehen 29 Prozent der Haushalte mit Internetzugang ins Netz, davon 11 Prozent mit TV-, Strom- oder Glasfaserkabel. Handy oder Smartphone, Laptop-Karte oder USB-Stick waren 2011 in 19 Prozent der Haushalte mit Internetzugang maßgebend. Nur selten kam ein schneller ortsgebundener Internetanschluss (Satellit, WiMax) zum Einsatz.
Nur in 8 Prozent der Haushalte mit Internetzugang wurde 2011 das Handy/Smartphone mit GPRS genutzt, und lediglich 5 Prozent sind noch per Analog-Modem oder ISDN-Anschluss im Netz unterwegs.
Jeder vierte Privathaushalt ohne Internet-Anschluss
In fast einem vierten (23 Prozent) der privaten Haushalte in Deutschland, vor allem in Ein- und Zweipersonenhaushalten ohne Kinder (unter 16 Jahren), gab es 2011 kein Internet. "Keinen Bedarf" an einem Internetzugang hatten 72 Prozent der Ein- und 74 Prozent der Zweipersonenhaushalte. Wegen zu wenigen Kenntnissen im Umgang mit dem Internet verzichteten 32 Prozent der Ein- und 37 Prozent der Zweipersonenhaushalte auf einen Internet-Anschluss. Anschaffung und Nutzung waren für ein Viertel der Einpersonenhaushalte zu hoch. Hinzu kommen Datenschutzprobleme oder gefährdete Privatsphäre, weswegen 15 Prozent der Haushalte einen Internetzugang ablehnen.