Skandal um gesundheitsgefährdende Brustimplantate aus Frenkreich

  1. 22.12.2011 15:26
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Im März 2010 konnten dem französischen Hersteller von Prothesen un Implantaten, PIP, umfangreiche sowie fortdauernde Täuschungen nachgewiesen werden. Der TÜV Rheinland reagierte prompt, setzte sein europaweites Zertifikat aus und erstattete in Marseille Strafanzeige gegen das Unternehmen, schreibt die Morgenpost.

"Hausgemachtes Gel" möglicherweise krebserregend
Die Firma PIP soll ihre Implantate mit einem Gel aus Eigenproduktion und nicht mit Silikongel gefüllt haben. In der Folge wurden acht Krebsfälle bei Patientinnen bekannt, die fehlerhafte Brustimplantate dieses Herstellers trugen. Neben mehr als 2.000 Beschwerden ermitteln die französischen Behörden nach dem Tod zweier Betroffener inzwischen auch wegen fahrlässiger Tötung. Die Behörden entscheiden kurzfristig über einen etwaigen Aufruf an alle etwa 30.000 Frauen, sich ihre PIP-Implantate wieder entfernen zu lassen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt nun vor den Produkten des französischen Herstellers. Zwar liege noch kein Beweis für deren krebserregende Wirkung vor, dennoch sind laut Maik Pommer, BfArM-Sprecher, in Deutschland inzwischen 19 Fälle von Rissen in Implantaten bekannt.



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