Laut Jost de Jager, Spitzenkandidat der Christlich Demokratischen Union (CDU) in Schleswig-Holstein, sei es das erklärte Ziel seiner Partei, die Leistung der Eltern bei der Kinderbetreuung intensiver zu würdigen. Eltern solle bei der Wahl der Form der Betreuung größtmögliche Freiheit geboten werden, schreibt die Welt in ihrer
Online-Ausgabe.
Eine Barauszahlung des Betreuungsgeldes, wie es die Schwesterpartei CSU trotz großer Bedenken der Regierungsparteien von Union und FDP vorsieht, hält de Jager jedoch für kontraproduktiv. Seiner Auffassung nach schaffe diese Form der finanziellen Unterstützung ausschließlich einen Anreiz für ein bestimmtes Lebensmodell. Diesen Weg hält er nicht für geeignet. Stattdessen sollen die 150 Euro in eine bessere Altersversorgung investiert werden. Unklar ist derzeit, welche Familie ab 2013 einen Anspruch auf Betreuungsgeld haben sollen.