Ab April 2012 will die neue fusionierte „DAK Gesundheit“ als eine der letzten gesetzlichen Krankenkassen den Zusatzbeitrag vorerst nicht mehr erheben. Durch den Zusatzbeitrag hatte die bisherige Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) eine große Anzahl von Mitgliedern in letzter Zeit verloren.
Der einkommensabhängige Einheitsbetrag liegt dann für alle Krankenkassen bei 15,5 Prozent ohne Extrabeitrag. Einsparungen für Arzneimittelkosten und die gute Konjunktur am Arbeitsmarkt brachte den Kassen ein reiches finanzielles Polster. Der in den ersten neun Monaten erwirtschaftete Überschuss der Kassen beläuft sich auf satte 3,9 Milliarden Euro. Dieser könnte sich nach Einschätzung von Branchenkennern auf maximal 8 Milliarden Euro für 2011 erhöhen.
Die anhaltende Euro-Krise und ein abgeschwächter Arbeitsmarkt könnten jedoch dem Aufschwung ein jähes Ende setzen. Gesundheitsökonomen und Kassen warnen vor rückläufigen Einnahmen, wodurch sich spätestens 2013 erneut zusätzliche Beiträge notwendig machen könnten, so der Bundesverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV).