Börsen-Vorschau: Beruhigte Märkte mit leichter Konjunkturerholung 2012

  1. 02.01.2012 10:41
  2. Brokerage & Depot
  3. Tarifeverzeichnis

Aktienmarkt
© Patrick Herbold - Fotolia
Das für Vermögensanleger turbulente Jahr 2011 ist zu Ende. Die Kurse rutschten an vielen Anlagemärkten ins Minus bedingt durch die Schuldenkrise in Europa und den USA, die Natur- und Atomkatastrophe in Japan und die politischen Umwälzungen im Nahen Osten. Dr. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Geschäftskunden der Deutschen Bank, rechnet zunächst weiter mit unsicheren Monaten Anfang 2012. Allerdings sei im Jahresverlauf von einer Beruhigung an den Märkten auszugehen, was den DAX in Richtung 6.600 Punkte am Jahresende pendeln lassen könne.

Globales Wirtschaftswachstum

Das globale Wirtschaftswachstum wird 2012 laut Schätzungen der Deutschen Bank bei bis zu 3,5 Prozent liegen. Die Schwellenländer haben hierbei den größten Anteil. Eine eher schwächere Wirtschaftsleistung von minus 0,5 Prozent bringt die Konsolidierung der staatlichen Haushalte im Euroraum mit sich. Die Exportstärke Deutschlands könnte die deutsche Wirtschaft in den Bereich um eine „schwarze Null“ heben, so Stephan. Die wirtschaftliche Abkühlung drückt die Inflation in Deutschland erfreulicherweise auf unter zwei Prozent.

Erholung auf den globalen Aktienmärkten

Eine allmähliche Erholung und sogar Kursgewinne erwartet Stephan für die globalen Aktienmärkte 2012. Selbst favorisiert er amerikanische und chinesische Werte. Die Gewinnmargen der US-Unternehmen seien hoch und das Wirtschaftswachstum in den USA positiv. Es wird davon ausgegangen, dass die chinesische Regierung nach dem Rückgang der Inflation und dem Kurseinbruch 2011 wachstumsfördernde Maßnahmen ergreift. Chinesische Unternehmen erhielten durchaus sehr positive Bewertungen. Überdurchschnittlich gute Bilanzen haben vor allem global ausgerichtete Unternehmen.

Renditedifferenzen im Euroraum gehen zurück

Der Markt für europäische Staatsanleihen sollte 2012 ein weitgehend normales Niveau erreichen, was aber auch von der Lösung der europäischen Schuldenkrise abhängig sein wird. Stephan prognostiziert für das kommende Jahr einen Rückgang der extremen Renditedifferenzen im Euroraum. Im Gegensatz zu den niedrig verzinsten und damit eher unattraktiven Bundesanleihen liegen die Zinsen in den Schwellenländern recht hoch trotz niedriger Staatsverschuldung. Wer das Risiko nicht scheut, könnte sein Depot mit Anleihen aus diesen Ländern sinnvoll auffrischen. Unternehmensanleihen zieht Stephan den Staatsanleihen vor. Viele gesunde Unternehmen bieten attraktive Anlagemöglichkeiten.

Rohstoffe und Immobilien im Portfolio

Rohstoffe und Immobilien sollten 2012 nicht aus dem Blockfeld verloren werden. Eine wachsende Weltwirtschaft trotz Schuldenkrise benötigt Rohstoffe, so dass auf dem Rohstoffmarkt von stabilen bis steigenden Preisen ausgegangen werden kann. Die Notenbanken decken sich mit Gold ein. Dies und die anhaltende Verunsicherung der Anleger treiben den Goldpreis weiter in die Höhe. Auf dem Immobilienmarkt lohnen sich qualitativ hochwertige Objekte, z.B. auf dem Bürosektor.




25.05.Schwartau Fruttissima Testsieger unter den Erdbeerkonfitüren
25.05.Deutsche bevorzugen bei Immobilienkredit kurze Laufzeit
25.05.Krankenkassen-Zuschuss für Zahnreinigung muss beantragt werden
Tipp: Internet: Eltern haften für Filesharing ihrer Kinder
25.05.Einspeisevergütung für private Solaranlagen bleibt unverändert

Tipp: Die wichtigsten Tipps für die Aktienanlage
02.04.Telekom, Deutsche Börse und RWE schütten die höchsten Dividenden aus
19.03.Deutsche Aktienfonds besonders rentabel
13.03.Finanztransaktionssteuer in Europa: Einführung könnte bald erfolgen