Eine Hochrechnung des Hightech-Verbandes BITKOM auf Basis einer aktuellen repräsentativen Umfrage ergibt eine Menge von sage und schreibe 83 Millionen ungenutzter Altgeräte, die irgendwo in den 4 Wänden der deutschen Verbraucher ungenutzt gehortet werden. Im letzten Jahr belief sich die Summe noch auf 72 Millionen.
Volker Smid, BITKOM-Vizepräsident, weiß, dass die meisten Verbraucher ihre alten Geräte erst einmal aufheben. Der Umfrage zufolge eine Summe von 30 %. 66 % der deutschen Verbraucher sind in Besitz eines oder mehrerer Mobiltelefone, die jedoch nicht in Gebrauch sind. Davon bewahren 18 % zwei ungenutzte Geräte, 9 % über 3 Altgeräte und 4 % sogar 4 oder mehr ungenutzte Geräte zu Hause auf.
80 % des Materials ist recyclingfähig
Smid weist auf den hohen Grad Recyclingpotentials hin, denn etwa 80 % der verwendeten Materialien sind wiederverwertbar. Summa summarum vor dem Hintergrund knapper werdende Ressourcen ein enormes Potential, schließlich sind darunter zahlreiche wertvolle Rohstoffe, wie u. a. Gold, Silber, Kupfer und seltene Erden, die den Wertstoffkreisläufen erneut zugeführt werden könnten.
Entsorgungsmöglichkeiten
Während ca. 23 % ihr Mobiltelefon verschenken, spenden es 8 %. Die Entsorgung über den Hausmüll ist zwar laut Elektrogesetz verboten, wird jedoch von 2 % genutzt, auch wenn Zuwiderhandlungen mit Bußgeld bedroht sind.
Altgeräte können umweltbewusst über kommunale Abfallsammelstellen (Recyclinghöfe) entsorgt werden. Hersteller oder Recyclingunternehmen tragen für eine umweltgerechte Entsorgung oder Wiederaufbereitung Sorge. 12,7 % der Befragten nutzen diese Möglichkeit. Defekte Akkus und Batterien müssen ebenfalls ordnungsgemäß entsorgt werden. Entweder direkt in dem Laden oder beim örtlichen Recyclinghof.
Über ihren Händler respektive Mobilfunkbetreiber entsorgen 7 % der Befragten ihr altes Gerät, und zwar versandkostenfrei per Post oder persönlich in den Shops. Viele Unternehmen spenden sogar an Umweltorganisationen, soziale Einrichtungen oder andere Hilfsprojekte.