Von SPD-Generalsekretärin geforderte Aussetzung wird von den Grünen abgelehnt
Andrea Nahles, SPD-Generalsekretärin, hatte kürzlich gefordert, die Anhebung des Renteneintrittsalters auszusetzen, bis mehr ältere Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Hierzu hatte sie eine entsprechende Gesetzesinitiative angekündigt.
Besser: "Keine Rentenkürzung durch die Hintertür"
Die Grünen diese Vorgehensweise indes ab. Laut Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, gebe es keine Alternative zur Schaffung der Voraussetzungen für eine längere Lebensarbeitszeit. Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" plädierte er vielmehr dafür, die Augen vor der Wahrheit nicht zu verschließen. Sein Hauptaugenmerk setze er darauf, dass aus der Rente mit 67 schlussendlich keine "Rentenkürzung durch die Hintertür wird".
Özdemirs Stellvertreter Fritz Kuhn verlangte anstelle einer Aussetzung die Bestrebung, ältere Arbeitnehmer zunehmend Beschäftigungsverhältnissen zuzuführen. Dann können man "vernünftige Quoten festlegen". Eine Aussetzung zum aktuellen Zeitpunkt setze seiner Einschätzung nach falsche Signale. Der Verzicht auf den Druck würde eher dazu führen, dass "erst recht keine neuen Jobs für ältere Arbeitnehmer geschaffen" würden.