© Facebook
Über die Hälfte aller Befragten (56 Prozent) in einer Umfrage im Auftrag der BITKOM würden bei einer Freundschaftsanfrage des Chefs in einem sozialen Netzwerk auf den „Ablehnen“-Button klicken. Knapp 40 Prozent der berufstätigen Mitglieder einer Online-Community wären sich absolut sicher oder noch schwankend bei der Frage, ob sie annehmen sollen. Bei 36 Prozent käme der Chef bestimmt nicht auf die Freunde-Liste, bei 20 Prozent eventuell nicht. Die Chefs von nur zwei Prozent der Befragten haben eine Freundschaftsanfrage von ihren Mitarbeitern erhalten.
Individuellen Gegebenheiten wichtig
Der Chef als Online-Freund ist immer abhängig von den individuellen Gegebenheiten, gibt Tobias Arns, Social Media Experte des BITKOM, zu bedenken. Ausgangspunkt ist der Umgang während und nach der Arbeitszeit. Wichtig ist vor allem, die Profileinträge genau zu prüfen, bevor man die Freundschaftsanfrage vom Chef annimmt. Seitens des Chefs ist die Privatsphäre der Mitarbeiter auch bei Online-Kontakten zu beachten.
Frauen lehnen eher ab
Fast zwei Drittel der Frauen möchten keine Online-Freundschaft mit ihrem Chef im Gegensatz zu nur 50 Prozent der Männer. Bei den 30- bis 49-Jährigen hätte die Hälfte sicher oder wahrscheinlich kein Problem damit, den Chef in einer Online-Community als Freund zu haben. Eine recht große Anzahl verglichen mit den 60 Prozent Ablehnung in den übrigen Altersgruppen.