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Über das soziale Netzwerk Facebook hat sich der gefährliche Wurm Ramnit seit kurzem in 45.000 Nutzerkonten (zu 96 Prozent aus Großbritannien und Frankreich) eingeloggt und diese infiziert, informiert die IT-Sicherheitsfirma Seculert. Rund 800.000 Rechner seien in den letzten vier Monaten 2011 bereits von Ramnit heimgesucht worden. Im Juli 2011 gingen 17,3 Prozent der internationalen Rechner-Infizierungen auf den Wurm zurück, warnt die Virenschutzfirma Symantec. Bereits 2010 hatte Ramnit von sich Reden gemacht.
Drive-by-Infektion
Von dem eroberten Facebook-Account werden Links an die Freunde des Users geschickt. Die verbundenen Webseiten enthalten den Ramnit-Wurm, der sich dann in dem entsprechenden Rechner einnistet, eine sogenannte Drive-by-Infektion. Wichtig ist, dass verdächtige Webseiten auf keinen Fall angeklickt werden.
Besonders auf Computersysteme von Banken, Mailkonten und Firmen-Netzwerke haben es die Cyberkriminellen abgesehen. Da viele User für verschiedene Onlinedienste das gleiche Passwort nutzen, habe Ramnit und andere Viren oft leichtes Spiel. Als geeignete Plattform nutzen immer mehr Onlinekriminelle dabei soziale Netzwerke, um ihre Schadsoftware anzubringen.