Wilfried Jacobs, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, berichtet aus der Praxis aktuell von auffällig vielen Anfragen PKV-Versicherter nach einem möglichen Krankenkassenwechsel.
Wechsel in die PKV weniger stark nachgefragt
Er beobachtet nachgerade eine Trendwende. Waren es über einen längeren Zeitraum pro Monat ca. 40 Versicherte, die nach Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze einen Wechsel in die PKV anstrebten, gibt es aktuell kaum noch entsprechende Anfragen.
Wechsel aus der PKV vom Gesetzgeber stark reglementiert
Strikte Reglementierungen des Gesetzgebers verhindern einen willkürlichen Wechsel. Jacobs begrüßt, dass besser Verdienende nicht länger in jungen und gesunden Jahren privat versichert sind, und dann im Rentenalter in die gesetzliche Versicherung zu wechseln, um dort die Früchte der Solidargemeinschaft zu ernten. Ein Wechsel, so Jacobs, will daher wohl überlegt und kalkuliert sein.
Konkrete Vorschläge zur praktischen Handhabung
Laut Jacobs müsse man dennoch der Tatsache Rechnung tragen, dass in vielen Fällen Versicherte ihre Beiträge für die PKV nicht länger aufzubringen vermögen. Sein Vorschlag für eine Änderung ist die Mitnahme der Alterungsrückstellungen bei einem Wechsel zurück in die gesetzliche Versicherung.