In den letzten vier Jahren wurde bundesweit fast die Hälfte aller Telefonzellen abgebaut. In einem Gespräch erklärt der Sprecher der Deutschen Telekom, Jürgen Will, gegenüber der "Mitteldeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe), dass öffentliche Telefone nur noch an 60.000 Standorten vorhanden sind, 50% davon in Fernsprechhäuschen.
Telefonate werden einfach mehr übers Handy geführt als von Telefonzellen aus. Vandalismus sei ein weiterer, seit Jahren gleichbleibend hoher Kostenfaktor. Neun Telefonzellen sind um die Neujahrsnacht allein in Sachsen-Anhalt Explosionen zum Opfer gefallen.
Gesetzlich hat die Telekom einen sogenannten "Versorgungsauftrag". Deshalb muss auch die jeweilige Gemeinde einverstanden sein, wenn Telefonzellen verschwinden sollen. Selten stellen sich die Gemeinden quer. Man sehe das auf beiden Seiten emotionslos, betont Will.