Zahl der Asylbewerber um 11 Prozent gestiegen

  1. 26.01.2012 11:20
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Wie die "Süddeutsche Zeitung" die offiziellen Zahlen für das Jahr 2011 zitiert, zählte man im vergangenen Jahr genau 45.741 Asylbewerber. In der Summe der höchste Wert seit acht Jahren und gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 11 %.

Im Wesentlichen seien es Menschen aus muslimisch geprägten Ländern, die ihre Heimat verlassen wollen, um Verfolgung und Gewalt zu entkommen. Am häufigsten stellen Afghanen, Iraker und Syrer, aber auch immer wieder Serben einen Asylantrag in Deutschland.

Serbische Anträge sollen beschleunigt bearbeitet werden
Im Vergleich zu 2007 habe sich die Zahl der aus Serbien Flüchtenden auf 46.000 mehr als verdoppelt. Anders als zu Zeiten des Genozids im Kosovo Anfang der Neunziger, sei der Hintergrund der Anträge heute allerdings keine Verfolgung mehr. Seinerzeit wurden jährlich hunderttausende Asylanträge gestellt.

90 % der heutigen Antragssteller sind Roma, in ihrer Heimat oft benachteiligt und in Armut lebend. Nach Einschätzung von Menschenrechtsorganisationen gelten sie aber nicht als politisch Verfolgte. Hans-Peter Friedrich, Bundesinnenminister (CSU), bemüht sich daher mit seiner Behörde, deren Asylverfahren zeitnah abzuwickeln, damit der unrechtmäßige Aufenthalt in Deutschland den öffentlichen Haushalt nicht über Gebühr strapaziere.

Griechenland mit Flüchtlingsstrom überfordert
Die Zahl der aus Pakistan flüchtenden Menschen hat sich im Vergleich zu 2010 auf 2.500 verdreifacht. Über die schlecht gesicherte türkisch-griechische Landgrenze kommen sie in die EU und reisen weiter nach Deutschland, um hier einen Asylantrag zu stellen. Nach EU-Recht stünde Griechenland in der Pflicht, die Flüchtlinge zurückzunehmen und ihre Asylanträge zu bearbeiten. prüfen.

Die Klage eines Betroffenen vor dem Bundesverfassungsgericht veranlasste die Bundesregierung Anfang 2010 zu einem Stopp der Abschiebung von Asylbewerbern nach Griechenland. Seither prüft Deutschland die Anträge, allein im letzten Jahr 4.500.

Wegfall der Visapflicht treibt Zahl der Anträge in die Höhe
Der Wegfall der Visapflicht für Balkanbewohner aus Serbien und Mazedonien Ende 2009, ermöglicht diesen Menschen die freue Einreise, die nur einen neuen Pass mit biometrischen Merkmalen (z. B. elektronische Speicherung des Fingerabdrucks) voraussetzt. Auch wenn keine Anerkennung als Flüchtling vorliegt, zählen diese Länder zu den zehn häufigsten Herkunftsstaaten der Asylsuchenden. Nur einem Bruchteil der Antragsteller ist ein vorübergehender Aufenthalt aus humanitären Gründen, z. B. Krankheit, gestattet.



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