Deutsche Bahn: Züge waren 2011 pünktlich wie nie

  1. 26.01.2012 10:06
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Die Stiftung Warentest prüfte im Jahr 2011 an 20 deutschen Bahnhöfen und rund 2 Millionen Zügen die Pünktlichkeit. (Nähere Infos auf www.test.de/bahnverspaetung). Am besten schnitten dabei die regionalen Bahnen (RB) ab. Hier konnten in nur 7 Prozent der Fälle deutliche Verspätungen verzeichnet werden, ansonsten waren diese Bahnen sehr pünktlich oder verspäteten sich nur um wenige Minuten (weniger als 6). Bei den Regionalexpresszügen war die Verspätungsquote höher, was sicherlich auch an den weiteren Strecken liegt. Hier schlugen Verspätungen von mehr als 6 Minuten mit 12 Prozent zu Buche. Die wenigsten Verspätungen wiesen die Nahverkehrszüge in Freiburg, Mannheim und Saarbrücken auf.

Winterchaos des Vorjahres blieb aus
Bahnkunden, die auf Pünktlichkeit angewiesen sind, sollten sich die Zugarten einmal genauer anschauen. Die ICE-Züge haben in Sachen Pünktlichkeit vor allem in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres stark aufgeholt. Sie sind jetzt ähnlich pünktlich wie EC- oder IC-Züge. Die gesamte Verspätungsquote wird von der deutschen Bahn mit 20 Prozent angegeben, musste von der Stiftung Warentest aber auf 24 Prozent korrigiert werden. Vor allem im Dezember waren die Züge überdurchschnittlich pünktlich, am pünktlichsten am 25.12.2011. Vom Winterchaos des Vorjahres war diesmal nichts zu spüren.

Die Deutsche Bahn gab in einer Presserklärung zu verstehen, dass Bahnkunden sich in den nächsten Monaten wieder auf häufigere Verspätungen einstellen müssten. Zum einen, weil wieder mehr Güterzüge fahren, zum anderen, weil wieder mehr Baustellen vorhanden sein werden. Dadurch würde das Schienennetz wieder stärker ausgelastet, die Wahrscheinlichkeit, einen Anschlusszug zu verpassen, steigt wieder an.

Zu wenige Investitionen in Ausbau und Sanierung des Schienennetzes
Das Problem der Unpünktlichkeit liegt in Engpässen des Schienennetzes, die vor allem in Hamburg (Verkehr zu den Seehäfen) deutlich zu spüren sind. Würden diese Engpässe beseitigt und die Schienenetze besser ausgebaut, sei Unpünktlichkeit kein Thema mehr. Allerdings sind die nötigen Mittel für den Ausbau nicht vorhanden.

Und so kommt es immer wieder vor, dass an Knotenpunkten Engpässe entstehen, technische Störungen und eingleisige Strecken den Bahnverkehr deutlich ausbremsen. Da ist es nicht verwunderlich, dass Hamburgs Hauptbahnhof derjenige mit den meisten Verspätungen ist. Am pünktlichsten kamen die Züge in Freiburg und Stralsund an, dicht gefolgt von Leipzig.




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