Die jüngsten Zeitungsberichte um eine "Kürzung" der Renten um ca. 8 % bis zum Jahr 2025 sorgten für Gesprächsstoff. Das Missverständnis um die vermeintliche Rentenkürzung löste die Deutsche Rentenversicherung auf. Fakt sei, dass die Ruhestandsbezüge "weniger stark steigen als die Löhne" und somit langsamer als in bisherigen Anpassungsformeln kalkuliert.
Korrektur des Sicherungsniveaus
In Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage räumte man ein, dass man das Sicherungsniveau von derzeit 50,2 % (vor Steuern) anzupassen gedenke. Aktuell beträgt der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung 19,6 % des Bruttolohns. Bliebe das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente bis 2025 gleich, müsse man künftig wohl einen Beitrag in Höhe von 22,4 % erheben. Bisherige Prognosen gingen von nur 20,9 % aus.
Im Rentenversicherungsbericht 2011 ist hingegen ein Wert 1.668 € vor Steuern ausgewiesen, den ein Durchschnittsverdiener nach 45 Beitragsjahren als Rente erhält. Ohne Korrektur, so das Bundessozialministerium, läge der Wert mit 1.814 € jedoch 146 € über dem ausgewiesen Wert.