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Gemäß der "Saarbrücker Zeitung" müssen Hartz-IV-Empfänger immer häufiger mit Kürzungen des Regelsatzes rechnen, wenn sie ihren Pflichten als Arbeitssuchende nicht erfüllen. Von Januar bis September 2011 mussten die Jobcenter 667.499 Mal zu diesen Maßnahmen greifen, neun Prozent häufiger als in den ersten neun Monaten 2010. Dies ergebe sich aus einer aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA).
Sanktionen steigen
Bundesweit erreichte die Quote der sanktionierten Hartz-IV-Bezieher im September 2011 immerhin 3,2 Prozent, 0,2 Prozentpunkte mehr als im September 2010. Das heißt, fast 146.000 Personen erhielten eine Strafe aufgebrummt. Insgesamt gibt es gut 4,5 Millionen erwachsene Hartz-IV-Empfänger. Meistens hatten die Kürzungen mit Meldeversäumnissen zu tun (421.000 Mal). Ähnliche Probleme beklagt auch die Arbeitslosenversicherung.
Weniger Sperren bei ALG I
Wesentlich seltener mussten die Jobcenter im Jahr 2011 Sperrzeiten bei ALG-I-Beziehern verhängen. Im Vergleich zu 2010 ging die Anzahl um rund 37.000 Fälle zurück. Insgesamt hatten 728.223 Personen in den ersten Monaten ihrer Arbeitslosigkeit kein ALG I.