Einige Krankenkassen beginnen schon mit der schrittweisen Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, so zum Beispiel die AOK Sachsen-Anhalt. Bis zum Ende des Jahres sollen drei Viertel aller Mitglieder eine der neuen elektronische Karten besitzen. Krankenkassen versenden an alle Versicherten, die das 15 Lebensjahr erreicht haben, einen Fragenbogen, welcher ausgefüllt und mit einem Foto versehen zurückgesendet werden soll. Alternativ kann der Bogen auch online ausgefüllt und das dazu gehörige Foto hochgeladen werden. Auf der Grundlage der eingereichten Daten wird für die Versicherten die elektronische Gesundheitskarte ausgestellt. Bis dahin gilt nach wie vor die alte Versicherungskarte.
Modellversuche sollen Vorteile der eGK belegen
In einigen Modellregionen wurde die neue eGK bereits eingeführt, um dieVorteile der neuen Karte zu belegen. So soll zum Beispiel das Abrechnungsverfahren der Ärzte wesentlich transparenter werden. Für Patienten liegen die Vorteile darin, dass Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken relevante Daten schneller abrufen können, wodurch eine bessere Versorgung der Patienten gewährleistet sein soll. Dabei entscheiden die Versicherten selbst, welche Daten sie für Ärzte zugänglich machen und welche nicht.
Mögliche Sicherheitslücken müssen noch geschlossen werden
Vor allem Senioren sehen der neuen eGK mit gemischten Gefühlen entgegen, sind sie doch technischen Neuerungen gegenüber ohnehin misstrauischer. Älteren Menschen fehlt hier oft das Verständnis. Kritiker sehen hier durchaus noch Verbesserungsbedarf, um etwaige Sicherheitslücken im Vorgeld zu schließen. Eine bessere Datenverschlüsselung sowie die Absicherung durch eine PIN reicht ihnen nicht aus.