Zu viele Schadstoffe: Olivenöle fallen im Test durch

  1. 02.02.2016 09:22
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Haushalt
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Die Stiftung Warentest fällt in ihrer aktuellen Februar Ausgabe ein vernichtendes Urteil. So wurden 26 Olivenölen der Güteklasse "nativ extra" getestet und erhielten das Urteil "mangelhaft", weil diese zum Teil sehr stark mit Schadstoffen belastet oder sensorisch fehlerhaft gewesen sind. In fünf Fällen die Laboranalyse konnte die Herkunftsangabe nicht bestätigt werden. Unter den mangelhaft bewerteten Olivenönen waren zudem auch Bio-Olivenöle. Auch diese erhielten im Test ein "mangelhaft".

Allein sieben Öle schmecken im Test modrig, ranzig oder gar wurmstichig – so wie Früchte, die von der Olivenfliege befallen waren. Ihre sensorische Qualität ist „mangelhaft“, sie hätten nicht als „native Olivenöle extra“ verkauft werden dürfen. Fünf schneiden wegen Schadstoffbelastungen „mangelhaft“ ab: Vier sind hoch mit Mineralöl-Kohlenwasserstoffen vom Typ MOAH belastet. Die gelten als möglicherweise krebserregend. Ein weiteres Öl enthält sehr viele Mineralöl-Kohlenwasserstoffe vom Typ MOSH. Sie können sich im Körper anreichern. Für fünf Öle bestätigt die Laboranalyse die Herkunftsangabe auf den Etiketten nicht.

Korrekte Angaben auf dem Olivenöl-Etikett sollen Verbraucher vor Täuschungen schützen. Was draufstehen muss, schreibt die EU-Verordnung vor. Kein einziger Anbieter hält sich komplett daran.

„Gut“ ist nur ein einziges Olivenöl im Test – aus Spanien. Es kostet 40 Euro je Liter und ist online und im Feinschmeckerhandel zu haben. Zu empfehlen sind vier weitere Öle zu Preisen zwischen 14,20 und 20 Euro pro Liter, die insgesamt „befriedigend“ abschneiden. Eins davon ist ein Olivenöl aus dem Biohandel.

Der ausführliche Test Olivenöl erscheint in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 29.01.2016 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/olivenoel abrufbar.