Für warmes Wasser und Heizung wurden im Abrechnungsjahr 2008 rund 19 Prozent mehr abgebucht. Wenn viele Haushalte nicht ein sparsames Heizverhalten an den Tag gelegt hätten und viele Objekte nicht in dieser Zeit energetisch modernisiert worden wären, läge diese massive Verteuerung sogar noch über der 20 Prozenthürde. Schuld daran seien nur in zweiter Hinsicht die niedrigeren Temperaturen in diesem Abrechnungszeitraum. Ausschlaggebender seien die gestiegenen Energiepreise gewesen, so der Deutsche Mieterbund.
Dabei stiegen die Kosten für verschiedene Heizmittel nicht in gleichem Maße - das führte dazu, dass sich Haushalte mit Fernwärme und Gasheizungen etwas besser standen als Haushalte mit Ölheizung (Heizöl: 31,6 Prozent, Erdgas: 8,9 Prozent). Das macht sich vor allem beim Ost/West-Vergleich bemerkbar. Im Westen heizen die Haushalte überwiegend mit Öl, im Osten mit Gas oder Fernwärme. Zudem wurden 2008 viele Objekte in den neuen Bundesländern modernisiert, was zu einer besseren Energiebilanz führte. 6 Prozent zahlte der Ostdeutsche im Schnitt weniger als der Westdeutsche.
Die sogenannten kalten Betriebskosten im Nebenkostenspiegel wie kommunale Gebühren, Grundsteuer, Versicherungen etc. blieben 2008 relativ stabil, manches wurde sogar günstiger. Hier hat der Vermieter wesentlich mehr Einflussmöglichkeiten, deshalb macht sich auf diesem Gebiet auch ein besseres Kostenbewusstsein bemerkbar, was sich bis 2011 fortzusetzen scheint. Zu diesen positiven Entwicklungen im Management der Vermieter kam es sicherlich, weil die besten Mieterschützer Bundesrichter sind.
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Im Zweifel für den Mieter - bleibt die Devise der Bundesrichter, das bleibt auch 2011 so. Eine tröstliche Nachricht, dass es zumindest mit rechten Dingen zu gehen soll, bei ansonsten eher frostigen Aussichten für den Nebenkostenspiegel 2011.
