Kraft-Wärme-Kopplung

Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugen Strom und Heizwärme gleichzeitig und sind somit praktisch zwei Kraftwerke ihn einem. In Kraftwerken wird bei der Stromerzeugung 30-40% der Brennstoffenergie in Strom umgewandelt und der Rest geht in die Umwelt. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird die entstehende Wärme in Festwärmenetzen zum Heizen von Anlagen, Betrieben und Wohnungen in der näheren Umgebung genutzt. KWK-Anlagen können somit ca. 80-90% der primär eingesetzten Energie in Strom und Fernwärme umwandeln. Durch die Kraft-Wärme-Kupplung wird eine bessere Brennstoffausnutzung erzielt und damit erhebliche Mengen an Energie und damit an Schadstoffemissionen eingespart. Aus diesen Gründen ist die Kraft-Wärme-Kopplung auch eine Säule des nationalen Klimaschutzprogramms der rot-grünen Bundesregierung. Bis 2010 soll durch die KWK- Förderung der Kohlendioxid-Ausstoß um zusätzlich 23 Millionen Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Jedoch gilt nicht jede der rund 5700 KWK-Anlagen in Deutschland automatisch als umweltfreundlich. Grundsätzlich kommt es auf den eingesetzten Brennstoff und den Wirkungsgrad an. Werden KWK-Anlagen mit Kohle betrieben, gelten sie als umweltschädlich. Der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung ist nur dann sinnvoll, wenn die Abnehmer der Fernwärme sich in der Nähe befinden, da bei langen Verteilwegen hohe Wärmeverluste auftreten. Die öffentlichen KWK-Anlagen waren durch den Verfall der Strompreise infolge der Liberalisierung des Strommarktes wirtschaftlich bedroht. Herkömmliche Technologien zur Kraft-Wärme-Kopplung sind Verbrennungsmotoren, Dampf- und Gasturbinen. Letztere werden zumeist in der Industrie eingesetzt. Als neue Technologie kommt die Brennstoffzelle dazu.