Kyoto Protokoll

Das Kyoto-Protokoll vom 1997 ist ein Zusatzprotokoll im Rahmen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen. In der 2005 in Kraft getretenen Vereinbarung haben sich Industriestaaten verpflichtet, die Treibhausgas-Emissionen bis 2012 um durchschnittlich 5,2% gegenüber 1990 zu senken. Deutschland erklärte sich in der Folge bereit, die CO2- Emissionen gegenüber 1998 um 45 Millionen Tonnen zu reduzieren. Ziel ist es, die Klimaschutzverpflichtung umzusetzen und die Verwendung von Kohlendioxid dort zu verhindern, wo es am wirtschaftlichsten ist. Bestimmte industrielle Großanlagen dürfen nur noch betrieben werden, wenn sie über Emissionszertifikate verfügen. Diese Zertifikate können frei gehandelt werden. Der Handel mit Emissionszertifikaten betrifft Feuerungs- und Produktionsanlagen in der Energiewirtschaft, in der Stahl-, Zement-, Glas-, Keramik-, Zellstoff- und in der Papierindustrie. Diese Anlagen decken innerhalb der EU etwa 45 Prozent der CO2-Emissionen ab und umfassen in Deutschland ca. 2600 Anlagen. In Baden-Württemberg sind etwa 250 Anlagen vom Emissionshandel betroffen.