Steinkohleproduktion weltweit

Die größten Steinkohleproduzenten waren 2001 China (33,8%) und die USA (24,7%) mit einer Gesamtmenge von 3,8 Milliarden Tonnen. Danach kommen Indien, Australien, Südafrika, Russland und Polen. In Deutschland wurden im Vergleich dazu 26,1 Millionen Tonnen gefördert. Die weltweite Fördermenge ist in den vergangenen Jahrzehnten stark angestiegen: 1973 lag sie noch bei 2,2 Milliarden Tonnen. Deutschland verbrauchte 2002 rund 60 Millionen Tonne Steinkohle. Der Gesamtverband des Deutschen Steinkohlebergbaus gibt an, dass davon mehr als zwei Drittel in Kraftwerken zur Stromerzeugung verfeuert wurden. Etwa 25% verbraucht die Stahlindustrie. 3% werden zur Erzeugung von Wärme genutzt. Steinkohle war 2001 die Grundlage für fast ein Viertel des in Deutschland erzeugten Stroms. Auf Kernkraft und Braunkohle entfielen jeweils ca. ein Drittel. Veränderungen und Schwierigkeiten sehen Energieexperten jedoch auf die Welt-Kohleindustrie zukommen: Infolge der Globalisierung werde es einen stärkeren Wettbewerb der Kohle mit anderen Energieformen wie Öl oder Gas geben. Auch werde der Wettbewerb der Kohleregionen untereinander intensiver. Unter anderem sei der Umweltaspekt (Kohlendioxid- Belastung) eine Herausforderung für die Industrie. Es sei möglich, Kohle auch unter Umweltaspekten annehmbar zu machen. So genannte "Clean Coal"-Technologien für Kraftwerke könnten in der Lage sein, Umweltauswirkungen zu verringern. Das Problem dabei stellen jedoch die Kosten dar.