Jahrelange Arbeitslosigkeit ist nicht nur negativ für die finanzielle Situation eines Menschen sondern auch für seine Gesundheit. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fand in einer Untersuchung heraus, dass mehr als 20 Prozent der Langzeitarbeitslosen, also etwa 500.000 Menschen, über gesundheitliche Einschränkungen klagen. Mehr als doppelt so viele Arbeitslose wie Erwerbstätige bezeichnen ihren Gesundheitszustand als "mittelmäßig"“ bis "sehr schlecht". Nach Angaben von ARAG-Experten sind Arbeitslose auch mehr von Krebs, Stoffwechsel- und psychischen Erkrankungen betroffen.
Die Arbeitsagenturen melden, dass sich bis November im Jahr 2009 1,7 Millionen Arbeitslose krank gemeldet hätten, wobei man mit einer noch höheren Dunkelziffer rechnen muss, da Arbeitslose ja nicht wie Erwerbstätige bei kurzzeitigen Erkrankungen zum Arzt gehen, um sich eine Krankmeldung zu holen.
Alleine die gemeldeten Fälle brachten die durchschnittliche Krankheitsdauer bei Arbeitslosen schon im Jahr 2007 auf 35 Tage, was dem zweieinhalbfachen Wert der Arbeiter und dem dreifachen krankheitsbedingten Ausfall von pflichtversicherten Angestellten entspricht.
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