Ein Wechsel des Stromanbieters kann bei einem 4-Personen-Haushalt Einsparungen von rund 100 € im Jahr oder mehr ermöglichen. Die Portale im Internet, in denen Stromvergleichsrechner zur Verfügung stehen, bieten sich an, um den günstigsten Stromanbieter in der eigenen Region zu ermitteln. Die meisten Stromanbieter bieten dabei die Möglichkeit, den Wechsel sofort online durchzuführen. Allerdings sollten die einzelnen Tarife vor einem endgültigen Wechsel überprüft werden.
Jahresstromverbrauch in Vergleich einbeziehen:
Wer einen aussagekräftigen Strompreisvergleich durchführen möchte, muss dabei auch den Jahresstromverbrauch in den Vergleichsrechner einbeziehen. Der Jahresverbrauch an Strom kann aus der Jahresabrechnung des aktuellen Stromanbieters entnommen werden. Zwar bieten die meisten Portale für einen einfachen Strompreisvergleich Vorgaben für den durchschnittlichen Jahresverbrauch nach Haushaltsgröße, doch ein effektiver Vergleich kann nur mittels des tatsächlichen Stromverbrauchs pro Jahr im eigenen Haushalt erfolgen.
Zusammensetzung der Strompreise:
Die Konstellation der Strompreise ist für viele Verbraucher ein undurchsichtiges Unterfangen. Denn der Strompreis kann nicht einfach in einer Zahl konkret angegeben werden, wie beispielsweise Kraftstoffpreise. Vereinfacht kann der Strompreis in den Grundpreis und den Arbeitspreis aufgeteilt werden.
Der Grundpreis ist unabhängig vom Verbrauch und wird generell in Rechnung gestellt. Der Grundpreis kann zudem auch einen Messpreis und einen Verrechnungspreis enthalten.
Der Arbeitspreis errechnet sich aus dem tatsächlichen Stromverbrauch und wird in Cent pro kWh angegeben. Der Arbeitspreis ist als wichtige Größe in Relation zum jeweiligen Stromverbrauch und somit ausschlaggebend für die jeweilige Rechnung der Stromanbieter.
Konditionen der einzelnen Stromanbieter beachten:
Nachdem die Stromtarifrechner anhand der PLZ und des Stromverbrauchs die Strompreise der Stromanbieter ermittelt sind, werden diese entsprechend angezeigt. Stiftung Warentest hat die Vollständigkeit der Preis- und Konditionsangaben bei 11 Stromtarifrechnern unter die Lupe genommen. Im Rahmen der Prüfung durch Stiftung Warentest wurde jedoch nicht getestet, ob die jeweiligen Stromtarife in den Stromtarifrechner auch tatsächlich mit Vorteilen für die Verbraucher verbunden sind.
Speziell bei den Zahlungskonditionen gibt es verschiedene Varianten, unter anderem wird häufig bei den sehr günstigen Stromanbietern ein Jahresbeitrag oder Halbjahresbetrag der Stromrechnung als Vorkasse verlangt. Diese Konditionen bedeuten, dass die Verbraucher bereits für Leistungen der Stromanbieter bezahlen, obwohl noch keine Kilowattstunde aus dem neuen Vertrag verbraucht wurde. Gerade bei den Stromanbietern, die Vorkasse verlangen und dafür Schnäppchenpreise für den Strom anbieten, kommt es immer wieder zu Problemen der Verbraucher nach oder bei einem Wechsel des Stromanbieters.
Nur ein Stromtarifrechner im Test ohne Vermittlungsprovision
Im Test aufgefallen sind erfolgsabhängige Provisionen, die von den Stromanbietern an die Betreiber der Stromtarifrechner bezahlt werden. Als einziger Stromtarifrechner, in dem keine Provisionen beinhaltet sind, wurde im Test das Energieverbraucherportal ermittelt.
Tipp: Ermittelte Stromtarife direkt bei dem möglicherweise neuen Stromanbieter prüfen.
Da die Anbieter der Stromtarifrechner keine Gewähr für die angegeben Konditionen übernehmen, ist es sinnvoll, vor einem Wechsel des Stromanbieters, die Tarife bei dem möglicherweise neuen Stromanbieter genau zu überprüfen. Zudem sollte generell der Vertrag vor dem Online-Abschluss entsprechend geprüft werden.
Den Strompreistarif-Rechner von Tarife-Verzeichnis.de finden Sie
hier.
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