Der Verlust des Handys ist immer ärgerlich, denn es enthält in der Regel sehr viele persönliche Daten. Seit die Kontakte im Handy gespeichert werden können, macht sich kaum jemand noch die Mühe, Adressdaten anderweitig zu notieren oder abzuspeichern. Beim Verlust des Handys ist alles weg, ebenso Bilder und Textdateien, die auf dem Handy gespeichert sind.
Wer sein Handy vermisst, sollte so schnell wie möglich und vor allem richtig reagieren. Manchmal wurde das Handy nur verlegt und befindet sich nicht an seinem dafür vorgesehenen Platz. Sofern es eingeschaltet ist, kann man mit einem Anruf auf dem Handy schnell den Aufenthaltsort ausfindig machen. Wurde es tatsächlich verloren, besteht eine, wenn auch geringe Möglichkeit, dass der Finder den Anruf entgegennimmt.
Wird das Handy nicht gefunden, muss umgehend die SIM-Karte gesperrt werden, um Missbrauch vorzubeugen. Die Sperrung sollte nicht nur aus Kostengründen vorgenommen werden, sondern auch, um kriminellen Machenschaften vorzubeugen, die mit Hilfe des Handys verübt werden. Die Sperrung kann entweder über Kundenportale der Anbieter im Internet vorgenommen werden oder über eine Service-Rufnummer, die in den Vertragsunterlagen des Anbieters sowie auf dessen Internetauftritt steht. Damit die Sperrung reibungslos über die Bühne geht, muss der Kunde bestimmte Informationen griffbereit haben. Dazu gehören neben der Handy-Rufnummer das Kunden-Kennwort oder die SIM-Kartennummer. Diese Informationen sind in den Vertragsunterlagen zu finden. Die SIM-Kartennummer steht auch auf der im Handy befindlichen SIM-Karte. Es empfiehlt sich, beim Erhalt einer neuen SIM-Karte diese Nummer zu notieren. Die Sperrung der SIM-Karte ist mit geringen Kosten verbunden. Sperrung plus eine neue SIM-Karte, die per Post zugesandt wird, kostet um die 20 Euro, maximal 30 Euro. Auch Prepaid-Handys sollten so schnell wie möglich gesperrt werden, denn die Rufnummer und das Guthaben auf der SIM-Karte bleiben bestehen.
Für den Fall, dass das Handy im Fundbüro abgegeben wird oder von der Polizei sichergestellt wird, ist es wichtig, die International Mobile Equipment Identity, kurz IMEI zu kennen. Diese befindet sich unter dem Akku des Handys auf dem Typenschild. Die 15-stellige Nummer kann auch über das Menü des Handys ausfindig gemacht werden. Hiefür wird die Tastenkombination *#06# gedrückt.
Möglicherweise kann der Verlust des Handys über die Versicherung abgewickelt werden. entweder, wenn eine spezielle Handyversicherung bestanden hat oder in einigen Fällen auch über die Hausratversicherung. Die Hausratversicherung zahlt den Verlust des Handys nach Brandschäden oder Diebstahl sowie bei einem gewaltsamen Entwenden des Handys.
Wer ein Smartphone verloren hat, kann dank der Technologie auf dem Smartphone befindliche persönliche Daten mittels eines speziellen Fernlöschungs-Programms löschen. Es empfiehlt sich, ein solches Programm vorsorglich auf dem Smartphone zu installieren bzw. ein vorinstalliertes Programm zu aktivieren.
Vorsorgemaßnahmen, die jeder treffen sollte, falls das Handy einmal verloren geht, ist die Einstellung einer automatischen Tastensperre, die sich nur mit Hilfe einer Geheimzahl lösen lässt sowie die Sicherung auf dem Handy befindlicher Daten an anderer Stelle, zum Beispiel auf dem PC. Mit einer darauf ausgerichteten Software geht das Synchronisieren der Daten ganz schnell. Je nach Handytyp werden Informationen auch im Netz gespeichert, so zum Beispiel bei den Onlinediensten www.vodafone360.com, www.memotoo.com und www.mobical.net. Auf diese Daten kann dann von jedem beliebigen Ort zugegriffen werden.
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