Eine Neuerung, die Verbraucherschützer freuen dürfte: Nun können auch Privatpersonen die SCHUFA nutzen, um dort Auskünfte über Unternehmen einzuholen. So können Bonitätsprüfungen über Firmen eingeholt werden, bevor man sie für größere Projekte engagiert. Die Gefahr, an eine insolvente Firma zu geraten und am Ende unnötige Kosten in teilweise fünf- bis sechsstelliger Höhe tragen zu müssen, wird so minimiert.
Einsatz im Bauwesen
Besonders im Immobilienbau und solchen Bereichen, in denen es um viel Geld geht, kann dieses neue Instrument helfen, finanzielle Risiken auszuschließen. Tilo Walter von der SCHUFA: "Mit der SCHUFA-Unternehmensauskunft haben Privatpersonen ein verlässliches und unabhängiges Instrument zur Hand, das bei der genaueren Einschätzung von Risiken bei größeren finanziellen Engangements hilft."
Unnötige Ausfälle beim Hausbau vermeiden
Der Bauherren-Schutzbund beziffert die Kosten, die Bauherren durch insolvente Vertragspartner durchschnittlich entstehen, auf 15.000 Euro. Dabei geht es nicht nur darum, dass der Auftrag des insolventen Unternehmens nicht weitergeführt wird, sondern auch um die Folgen: Fällt ein Handwerker aus kann schnell die ganze Struktur zuasmmenbrechen, denn die Zeiten auf dem Bau sind taggenau verplant. Fällt der Estrichleger aus können die Fliesen nicht gelegt werden, fällt der Elektriker aus können Wände nicht verputzt werden. Wie eine Dominostrecke kann so die ganze Planung zusammenfallen.
Risiko minimieren
Der neue Service der SCHUFA kann das Risiko minimieren und bereits auffällige Vertragspartner enttarnen und aussortieren. Unangenehme und finanziell schmerzliche Überraschungen bleiben einem so erspart.
SCHUFA Auskünfte geben Sicherheit
Die SCHUFA sammelt Daten zu Privatpersonen und Unternehmen. Dabei wird das Zahlungsverhalten und insbesondere negative Erfahrungen gewertet und ein Kreditscore vergeben. Auch Angaben zur Rechtsform, die Anschrift des Firmensitzes, verantwortliche Personen und wertvolle Informationen über die Firmen sind einsehbar.
Woher stammen die Stammdaten?
Als Quelle für die gelisteten Unternehmen gibt die SCHUFA das Handelsregister an. Zurzeit sind bei der SCHUFA Unernehmensauskunft 1,5 Millionen Firmen gelistet.
Per Ampelsystem solvente Handwerker finden
Die Unternehmen werden bei der Anfrage in zwei Lager geteilt: Bei mit einem grünen Ampelsymbol gekennzeichneten Firmen ist die Zahlungsfähigkeit tendenziell gut, ist das Symbol rot, dann ist es tendenziell schlecht. Die Prognose bezieht sich auf die für das nächste Jahr zu erwartende Bonität.
Wie funktioniert’s?
Um eine derartige Auskunft zu erhalten, muss man bei
www.meineSCHUFA.de registiert sein. Die einmalige Anmeldung kostet 18,50 Euro, jede Bonitätsprüfung wird mit weiteren 28,50 Euro in Rechnung gestellt.
Berechtigtes Interesse erforderlich
Bei Einholen einer Bonitätsprüfung muss grundsätzlich berechtigtes Interesse vorliegen. Auch wenn dies nur durch Anklicken auf der Website bestätigt werden muss kann es sein, dass in einzelnen Fällen ein Nachweis angefordert wird.
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