Immer mehr Euroländer sind in der Krise, viele Anleger spielen daher mit dem Gedanken, sich für Anlagen in Fremdwährungen zu entscheiden - allerdings sollte das Währungsrisiko nicht unterschätzt werden.
Die Eurokrise und die stets neuen Meldungen über weitere Staaten, die überschuldet sind, veranlasst viele Kapitalanleger, sich Gedanken über Anlagen in Fremdwährungen zu machen. Dadurch können zwar durchaus Zinsvorteile resultieren, doch das Währungsrisiko sollte dabei auf keinen Fall außer Acht gelassen werden.
Vor- und Nachteile der Fremdwährungsanlagen
Der Schweizer Franken konnte seit Anfang 2011 einen deutlichen Anstieg verzeichnen und ist bei Fremdwährungsanlagen entsprechend beliebt, doch der als stabil geltende Schweizer Franken kann durchaus wieder rückläufig sein. Hinzu kommt, dass bei Kapitalanlagen in Schweizer Franken ein geringeres Zinsniveau resultiert im Vergleich zu Geldanlagen in Euro.
Von Zinsvorteilen können Anleger bei einigen Währungen profitieren, zum Beispiel beim Australischen Dollar und dem Südafrikanischen Rand. Dennoch sind die Anlagen in Fremdwährungen generell mit einem Wechselkursrisiko verbunden. Der Kurs des Südafrikanischen Rand war seit Anfang 2011 gegenüber dem Euro um rund 7 Prozent gesunken, ebenfalls deutliche Wertverluste verbuchten das Britische Pfund und der US-Dollar. Dies sind alles Faktoren, die den möglichen Zinsvorteilen einer Fremdwährungsanlage gegenüberstehen.
Anlagen in Fremdwährungen als sinnvolle Ergänzung im Depot
Anleger, die das Depot mit Anlagen in Fremdwährungen ergänzen sorgen für eine entsprechende Risikostreuung. Die Fremdwährungsanlagen können unter anderem in Aktien, Anleihen oder Geldmarktkonten erfolgen und bei einer breiten Portfoliodiversifizierung kann die Relation zwischen Risiko und Sicherheit optimiert werden. Allerdings sollten die Anleger über die entsprechenden Kenntnisse im Hinblick auf die möglichen Risiken verfügen. Generell gilt, dass der Fokus der Anlagen auf die Heimatwährung ausgerichtet sein und beim überwiegenden Teil der Kapitalanlagen das Währungsrisiko und Wechselkursrisiko auszuschließen.
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