Abrechnungsfehler in der Telefonrechnung – Recht auf Kündigung”

  1. Telefon
  2. Tarifeverzeichnis



Richtig kündigen – Tipps und Hinweise der ARAG Experten – Vorzeitige Kündigung bei Preisänderung möglich – Fristen einhalten

Kunden kleiner wie auch großer Telefongesellschaften sind vor Abrechnungsfehlern nicht gefeit. Oftmals kann man sich erfolgreich gegen die Abrechnungsfehler wehren, doch manchmal kommt man um eine Kündigung des Vertrages nicht herum. Hierbei gibt es einiges zu beachten.

Bei vielen Anbietern ist man per Mindestvertragslaufzeit für bis zu 2 Jahre gebunden. Was gibt es zu beachten, wenn man einen Vertrag kündigen möchte” Was kann zu einer vorzeitigen Vertragskündigung berechtigen” Die ARAG Rechtsexperten geben wichtige Tipps und Hinweise.

Auch wenn die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht explizit auf eine schriftliche Kündigung hinweisen, sollte diese unbedingt in Schriftform – am besten als Einschreiben mit Rückschein – erfolgen. Um die Kündigung formgerecht zu gestalten und um Missverständnisse zu vermeiden, müssen alle wichtigen Vertragsdaten wie Name und Anschrift, Kundennummer, Telefonnummer sowie Kündigungsdatum enthalten sein.

Zum Ende der Vertragslaufzeit hat jeder Kunde die Möglichkeit, diesen unter Einhaltung der Kündigungsfrist zu kündigen. Wird die Kündigungsfrist nicht beachtet kann es sein, dass der Vertrag sich automatisch verlängert. Eine Nichtkündigung wird mit stillschweigendem Einverständnis zur Verlängerung des Vertrages gleichgesetzt.

In machen Fällen kann ein Vertrag schon vor Ablauf gekündigt werden. Das kann vor allem dann der Fall sein, wenn Verträge gemäß Â§ 28 der Telekommunikations-Kundenschutzverordnung zu Ungunsten der Kunden geändert werden. Der Kunde kann in diesem Fall das Vertragsverhältnis ab dem Wirksamwerden der Änderung kündigen. Grundsätzlich hat der Telekommunikationsanbieter den Kunden auf das außerordentliche Kündigungsrecht hinzuweisen. Die Änderungen werden erst wirksam, wenn der Kunde informiert wurde und innerhalb von einem Monat nach Information nicht von seinem Kündigungsrecht Gebrauch macht.

Früher erlosch bei Ablauf des Telekommunikationsvertrages auch das Recht auf Nutzung der Rufnummer. Dies ist heute jedoch nicht mehr so, denn die Regulierungsbehörde hat dafür gesorgt, dass Anbieter eine kostenlose Rufnummernmitnahme ermöglichen müssen.

Fristen sind unbedingt einzuhalten. Die Kündigung muss vor Fristablauf beim Telekommunikationsprovider eingehen. Maßgeblich ist nicht, wann die Kündigung versandt wurde, sondern wann sie beim Anbieter eintrifft. Es ist also äußerst wichtig, die Kündigung früh genug wegzuschicken.

Das Vertragshandy kann der Kunde nach Ablauf des Vertrages grundsätzlich behalten. Handelt es sich jedoch um ein Prepaid-Handy hat der Besitzer keinen Anspruch auf Freischaltung des SIM-Lock – dies passiert erst wenn der SIM-Lock ausläuft.

Mehr zum Thema:

 



Das könnte Sie auch intressieren: