Armutszeugnis für Rechtsschutzversicherungen

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Die neuen Ergebnisse von Stiftung Warentest sind niederschmetternd. Nur ein geringer Anteil der geprüften Rechtsschutzversicherungen kann mit „Gut“ bewertet werden.

Stiftung Warentest untersuchte kürzlich die Leistungen von insgesamt 46 Rechtsschutzversicherungen und veröffentlichte die Ergebnisse in der August-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest. Dabei wurden nur 7 Versicherungen mit "Gut" bewertet. Keine einzige Versicherung konnte ein "Sehr Gut" einstreichen. 39 der getesteten Versicherungen sind lediglich mittelmäßig. Bei den großen Rechtsschutzversicherern konnten nur die DAS und Roland mit "Gut" bewertet werden. ARAG, Advocard oder Allianz, die ebenfalls zu den großen Versicherern der Rechtsschutzbranche gehören, mussten sich mit einem "Befriedigend" zufrieden geben.

Der Test stellte klar heraus, dass die Leistungen der Versicherer sich seit 2006 kaum von der Stelle bewegt haben, dafür aber die Beiträge. Diese wurden seit 2006 um ein Viertel angehoben. Diese Beiträge sind oft nicht gerechtfertigt, weil kein Komplettschutz gegeben ist. Die Rechtsschutzversicherungen decken lediglich die Fragen des Arbeitsrechts umfassend ab, beim Miet- und Verkehrsrecht gilt nur eingeschränkter Versicherungsschutz. Versicherte, die auf die Kostenübernahme bei Scheidungen oder beim Streit um Geldanlagen hoffen, gehen in der Regel sogar leer aus. Deshalb sollte auf Anraten von Finanztest jeder für sich überprüfen, ob eine derartige Versicherung überhaupt notwendig ist. Dabei kann bei Einzelpolicen gegenüber den oft angebotenen Komplettpaketen Geld gespart werden. Zu einer deutlichen Senkung der Beiträge sorgt außerdem die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung im Schadensfall.
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