Laut aktuellem Heizspiegel 2009 gestiegene Heizkosten

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Der kürzlich veröffentliche Heizspiegel 2009 zeigt, dass die Heizkosten im vergangenen Jahr um einen Durchschnittswert von 17 Prozent angestiegen sind. Am teuersten ist das Heizen mit Öl, hier lagen die Kosten um 30 Prozent höher.

Gegenüber dem Jahr 2007 sind pro Bundesbürger durchschnittlich 17 Prozent mehr Heizkosten angefallen. Das ist das Ergebnis des neuen Bundesweiten Heizspiegels 2009. Veröffentlich wurde der Heizspiegel von der gemeinnützigen co2online GmbH sowie dem Deutschen Mieterbund (DMB). Der Heizspiegel berücksichtigt die Energiearten Heizöl, Erdgas und Fernwärme getrennt. Verglichen werden hierbei die jeweiligen Heizkosten, der Heizenergieverbrauch sowie die co2-Emissionen im Jahr 2008. Bei der Auswertung wurden die Daten von 52.000 Gebäuden im gesamten Bundesgebiet berücksichtigt. Die Heizspiegelkampagne wird unter dem Deckmantel der Klimaschutzinitiative vom Bundesumweltministerium gefördert. Grund für die gestiegenen Kosten sind sicherlich auch die gestiegenen Energiepreise, aber auch der kalte Winter hat sich bemerkbar gemacht, der zu einem Anstieg des Energieverbrauchs von 3 Prozent führte. .

Aus dem Heizspiegel geht hervor, dass die durchschnittlichen Heizkosten für eine 70 Quadratmeter große Wohnfläche, bezogen auf das Heizen mit Öl, bei 880 Euro lagen. Im Jahr 2007 mussten Verbraucher für dieselbe Wohnfläche und das Heizen mit Öl nur 740 Euro ausgeben, also 140 Euro weniger. Auch die Mieter, die mit Erdgas oder Fernwärme heizen, mussten tiefer in die Tasche greifen. Beim Erdgas lagen die Heizkosten um 65 Euro höher und beliefen sich somit auf rund 800 Euro. Wer mit Fernwärme heizt, zahlte in 2008 40 Euro mehr als in 2007, also insgesamt 740 Euro. Am stärksten gestiegen sind somit die Kosten für das Heizen mit Heizöl. Hier liegen die Mehrkosten um 28 Prozent höher, bei der Fernwärme ist ein Anstieg von 15 Prozent zu verzeichnen und Haushalte mit Erdgas zahlten 8 Prozent mehr an Heizkosten. Der Direktor des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten, erläuterte: "Das liegt vor allem an den gestiegenen Energiepreisen. Zudem musste mehr geheizt werden, weil der vergangene Winter kälter war als 2007."

In diesem Jahr wird es voraussichtlich nicht besser aussehen. Das Heizöl war zwar im ersten Halbjahr 2009 40 Prozent günstiger als im ersten Halbjahr 2007, aber die Energiepreise bei Fernwärme und Erdgas erfuhren im ersten Quartal diesen Jahres einen weiteren Anstieg. Obwohl die Gasversorger ihre Preise senken, bekommen Verbraucher davon nichts zu spüren. Auch der Deutsche Mieterbund rechnet nicht mit einer Entspannung auf dem Energiepreismarkt. „Auch 2009 bleibt das Heizen teuer. Die Heizkosten bleiben hoch, auf dauerhaft sinkende Energiepreise dürfen Mieter nicht hoffen. Deshalb bleibt die energetische Modernisierung so wichtig“, so Siebenkotten.

Interessierte können eine aktuelle Broschüre zum Heizspiegel sowie einen Gutschein, der ein kostenloses Heizgutachten ermöglicht, über das Internet beziehen. Entweder unter www.heizspiegel.de oder auf der Seite des Mieterbundes www.mieterbund.de.
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