Krankenkassen: Keine Zusatzbeiträge zum Jahresende!

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Kölner Stadtanzeiger und Hannoversche Allgemeine melden, dass zum Jahreswechsel keine zusätzlichen Beiträge erhoben werden sollen

Nach Auskunft des Kölner Stadtanzeigers plant derzeit keine Krankenkasse eine Erhebung von Zusatzbeiträgen für den Jahreswechsel. Auch wenn es lange so schien als seien zusätzliche Beiträge unvermeidbar planen wohl die meisten Krankenkassen keine Beitragserhöhung. Eine Sprecherin des BKK-Bundesverbandes: "Mir ist keine einzige Kasse bekannt, die für Januar Zusatzbeiträge erheben wird."

Die AOK Rheinland/Hamburg und Sachsen-Anhalt, die Deutsche Angestellten-Krankenkasse DAK, die Barmer und die Techniker Krankenkasse haben nach Angaben der Zeitung Zusatzbeiträge zum Jahreswechsel ausgeschlossen.

Was das Gesamtjahr 2010 angeht äußern sich die Sprecher der Kassen nur zurückhaltend. Der Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland Hamburg, Wilfried Jacobs, sagt dazu: "Wir werden so lange es geht auf Zusatzbeiträge verzichten." Die Bundesregierung hatte Ende letzter Woche zum Ausgleich von Mindereinnahmen im Gesundheitsfonds Steuerzuschüsse in Milliardenhöhe angekündigt. Die Zuschüsse in Höhe von etwa 3,9 Milliarden Euro werden jedoch nicht ausreichen, um das vom Schätzerkreis erhobene Defizit von 7,5 Milliarden Euro auszugleichen.

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Krankenkassen nicht den gesamten Betrag in Anspruch nehmen werden müssen. Das Blatt schreibt, der Fonds habe Anfang der Woche eine Darlehen des Bundes in Höhe von 880 Millionen Euro in Anspruch genommen, welches jedoch schon mit den Beiträgen auf das Weihnachtsgeld zurück gezahlt werden könnte. Nach Aussagen eines Sprechers des Bundesversicherungsamtes wurde wohl ein Darlehen in Anspruch genommen, jedoch nicht in großem Umfang.

Die große Koalition hatte dem Gesundheitsfonds mit dem zweiten Konjunkturpaket einen gewissen Darlehensrahmen eingeräumt, wobei die Rückzahlung des Geldes bis Ende des Jahres 2010 stattfinden sollte. Nach Angaben der Hannoverschen Allgemeinen sieht es jedoch so aus, als würden 2010 keine Darlehensschulden mehr bestehen.

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