Umfrage: Hälfte der Versicherungskunden will wechseln

  1. Versicherung (allgemein)
  2. Tarifeverzeichnis



Eine aktuelle Umfrage macht deutlich, dass jeder zweite Versicherungskunde einen Wechsel der Versicherung in Erwägung zieht.

Wie die Welt online berichtet, denkt laut einer repräsentativen Umfrage mittlerweile jeder zweite Versicherungskunde über einen Wechsel der Versicherung nach. Vor fünf Jahren lag der Anteil der Versicherungskunden, die einen Versicherungswechsel in Betracht ziehen, noch bei 30 Prozent – dem aktuellen Umfrageergebnis zufolge stiegt der Anteil auf 48 Prozent an.

Häufigster Wechsel bei der Kfz-Versicherung

Der vermehrte Druck durch die Medien mit Werbeslogans, die den Versicherungskunden vermitteln, dass jeder, der nicht wechselt, selbst schuld ist und darauf verzichtet, Geld zu sparen, regt zum Wechseln an. Speziell in der Kfz-Versicherung ist das Einsparpotential tatsächlich hoch – dies ist auch die Versicherung, die die Kunden am häufigsten zu einem Wechsel animiert. Oftmals weisen die Angebote unterschiedlicher Kfz-Versicherung bei demselben Fahrerprofil Unterschiede von mehrere Hundert Euro auf. Je mehr gespart werden kann, desto höher steigt die Bereitschaft der Kunden, die Kfz-Versicherung zu wechseln.
45 Prozent der im Rahmen der Studie befragten Versicherungskunden gaben an, die Kfz-Versicherung zu wechseln, wenn ein günstigeres Angebot vorliegt. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 35 Prozent. Verbraucherschützer befürworten diese Tendenz, die Versicherungsverträge nicht über Jahre einfach unbeachtet in den Ordner abzuheften. Generell lohnt sich laut der Verbraucherzentrale NRW ein regelmäßiger Check der Versicherungspolicen bei allen Sachversicherungen. Speziell bei der Kfz-Versicherung ist eine Einsparung nach Ansicht der Experten auch möglich, wenn jedes Jahr gewechselt wird.

Allgemeine Wechseltendenz aufgrund Rabattangeboten

Grund für die vermehrte Wechselbereitschaft ist unter anderem die Rabattschlacht unter den Versicherungen. Günstige Beiträge und Rabatte und Serviceangebote geben vielen Verbrauchern der Anreiz zu wechseln. Im Rahmen der Studie wurden von den Marktforschern rund 2.200 Versicherungskunden befragt. Das Ergebnis zeigte deutlich, dass die Priorität für einen Wechsel nicht in der Prämie liegt, sondern von der Mehrheit der Befragten das Hauptkriterium beim Serviceangebot und den Leistungen der Versicherungen liegt sowie im Gefühl, bei der Versicherung in guten Händen zu sein. Studienleiter Christoph Müller teilte der Welt Online mit, dass für die Versicherungskunden das Preis- Leistungsverhältnis bei hochwertigem Service eine wichtige Rolle spielt. Die Kunden wollen meist immer niedrigere Preise bezahlen oder zum gleichen Preis mehr Service und Leistungen erhalten.

Verbraucher beschäftigen sich ungern mit dem Thema Versicherungen

Die Umfrage ergab zudem, dass Versicherungen für die meisten Verbraucher ein Thema sind, mit dem sie sich nicht unbedingt gerne auseinander setzen. Der Versicherungsexperte geht jedoch davon aus, dass sich dies künftig ändern wird. Die Wechselbereitschaft wird nach seinen Einschätzungen weiter ansteigen – dennoch geht er davon aus, dass der hauptsächliche Ansprechpartner auch in Zukunft der Versicherungsvermittler sein wird. Dennoch werden die Versicherungskunden bei einzelnen Versicherungen sich auch anderweitig bei den Direktversicherern umsehen.

Änderungen der Versicherungsbedingungen – in manchen Fällen ein wichtiger Anlass zum Wechsel

Die Bedingungen der Versicherung werden im Laufe der Jahre immer wieder geändert, was für die Kunden mit Vor- und Nachteilen verbunden sein kann. Dadurch könnten die Kunden unterversichert sein, was durch einen Wechsel vermieden werden kann.
Die Versicherungsbedingungen in der privaten Haftpflichtversicherung wurden im Hinblick auf die Versicherungssummen in den letzten Jahren deutlich erhöht – empfohlen wird heutzutage eine Versicherungssumme von mindestens 3 Millionen Euro.
Im Gegenzug gibt es auch alte Versicherungspolicen, die nicht gekündigt werden sollten, wie die Rechtsschutzversicherung, in der immer wieder neue Ausschlüsse in die Versicherungsbedingungen integriert werden. Eine Übernahme von Anlegerklagen ist in der Rechtsschutzversicherung beispielsweise nur noch in Policen enthalten, deren Abschluss vor 2004 getätigt wurde.
Mehr zum Thema:

 



Das könnte Sie auch intressieren:



Weiterführende Informationen: