Soziale Netzwerke könnten Versicherungsprämien ansteigen lassen

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Private Informationen auf sozialen Netzwerken, die zu einem Diebstahl animieren, könnten Versicherungsprämien steigen lassen.

Viele Menschen nutzen immer mehr soziale Netzwerke. In der täglichen Kommunikation nehmen Twitter, StudiVZ oder Facebook eine immer wichtigere Position ein. Wie in den Medien innerhalb der letzten Monate zu beobachten war, kann sich diese öffentliche Kommunikationsbereitschaft allerdings auch nachteilig auf die Nutzer auswirken.

Vorsicht ist bei der Nutzung von sozialen Netzwerken geboten, wenn Nachrichten über längere Abwesenheit, beispielsweise ein geplanter Urlaub, angekündigt werden. Zwar will niemand daran glauben, dass Diebe exakt diese Situationen ausnutzen – die Realität überzeugt jedoch vom Gegenteil.

Ein Bürger der USA hatte sich über Twitter häufig über seinen bevorstehenden Urlaub über einen Zeitraum von 2 Wochen geäußert. Auch während des Urlaubs hatte der Amerikaner regelmäßig via Twitter kommuniziert. Das Ergebnis war eine böse Überraschung bei der Rückkehr aus dem Urlaub: Die Wohnung war vollkommen leer!

Einer Kanadierin, die aufgrund von Depressionen Leistungen aus der Krankenversicherung bezog, wurde ihr eigenes Profilbild mit einem Lächeln im Gesicht auf Facebook zum Verhängnis. Die Krankenversicherung entzog ihr die Leistungen, da sie auf dem Bild lächelte und dies nicht dem Krankheitsbild der Depression entspreche. Daher geht die Krankenversicherung davon aus, dass die Kanadierin durchaus in der Lage ist, zu arbeiten.

Generell sollten Meldungen in den sozialen Netzwerken vermieden werden, die auf eine Abwesenheit über einen längeren Zeitraum hindeuten. Keinesfalls sollten die Nutzer Nachrichten in den Netzwerken einstellen wie: „Traumwetter hier in der Karibik“ oder: „Wir sehen uns in 2 Wochen wieder – genieße jetzt meinen Urlaub auf den Seychellen“
Doch nicht nur diese Nachrichten, die auf eine offensichtlich längere Abwesenheit deuten, können Dieben einen Hinweis geben. Hierfür kann allein schon die Statusmeldung ausreichend sein.

Ein britischer Experte für Versicherungen geht davon aus, dass künftig mit steigenden Versicherungsprämien zu rechnen sein könnte, wenn in auf Facebook, Twitter, StudiVZ oder anderen sozialen Netzwerken private Informationen veröffentlicht werden, die zu einem Diebstahl animieren.

Versicherungsnehmer, die aktiv die sozialen Netzwerke zur Kommunikation nutzen, könnten nach Angaben der Versicherungsexperten Erhöhungen der Versicherungsprämien um bis zu 8 Prozent drohen. Eine entsprechende Statusmeldung auf den sozialen Netzwerken könnte dann im Versicherungsfall entscheidend sein im Hinblick auf die Versicherungsleistung von hohen Summen. Aktuell besteht in dieser Richtung zwar noch keine einheitliche Rechtssprechung, doch dies soll nur noch eine Frage der Zeit sein nach Ansicht der Versicherungsexperten.
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