Rückgang der Erdgasreserven aber Erdölvorkommen höher als erwartet

  1. Gas
  2. Tarifeverzeichnis



Die Erdgasreserven in Deutschland sind zurückgegangen – dafür sind höhere Erdölreserven als erwartet vorhanden.

Erdgasreserven:
Die Erdgasreserven Deutschlands gingen um knapp 32 Milliarden Kubikmeter Rohgas auf knapp 162 Milliarden zurück. Die Förderung von Erdgas war 2009 ebenfalls rückläufig und sank um etwa 6 Prozent auf 15,5 Milliarden Kubikmeter. Dies wurde gestern in dem aktuellen Jahresbericht des niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie LBEG veröffentlicht.

Niedersachsen ist die bundesweit wichtigste Region zur Förderung von Erdgas. Niedersachsen nimmt einen Anteil von 98 Prozent an den Gasreserven und von 94 Prozent an der Produktion ein. Das LBEG musste im Hinblick auf den Bericht des Vorjahres die Erwartung in Bezug auf die Erschöpfung der Erdgasreserven um eineinhalb Jahre kürzen. In dem aktuellen Jahresbericht wird erwartet, dass die Erdgasreserven in 10,5 Jahren aufgebraucht sind.

Erdölreserven:
Überraschend höher fallen dagegen die Erdölreserven in Deutschland aus. Wie aus einer aktuellen Untersuchung hervorgeht, lagen die Erdölreserven zu Jahresbeginn 2010 bei knapp über 41 Millionen Tonnen. Dies sind über 7 Millionen Tonnen mehr im Vergleich zum Ergebnis der Berechnungen 2009. Somit verfügt Deutschland über rund 20 Prozent mehr an Erdölreserven als erwartet.

Dieser Anstieg resultiert hauptsächlich aus den neuen Ölfunden in der Region Oberrheintal. Dem aktuellen Bericht zufolge haben die Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz die höchsten Anteile an den Erdölreserven. Schleswig-Holstein verfügt über 51 Prozent, Niedersachsen über 29 Prozent und Rheinland-Pfalz über 18 Prozent der deutschen Ölreserven.

Der Rückgang den Erdölförderung 2009 lag etwa 8 Prozent geringer als 2008. Bundesweit betrug die Erdölförderung 2009 2,8 Millionen Tonnen. Rechnerisch erhöht sich die Reichweite der aktuell bekannten Erdölreserven um 3,7 Jahre und liegt jetzt bei 14,7 Jahren.
Mehr zum Thema:

 



Das könnte Sie auch intressieren: