Elektronischer Personalausweis erhöht Sicherheit im Internet

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BITKOM fordert die Einhaltung des Termins für die Einführung des elektronischen Personalausweises, wohingegen die FDP die Einführung verschieben will.

Aufgrund immer wiederkehrender Betrugsfälle im Internet wird der Wunsch nach dem elektronischen Ausweis, der die Sicherheit bei Online-Transaktionen wesentlich erhöht, immer lauter. Umso weniger kann der Hightech-Verband BITKOM die zögerliche Taktik der FDP verstehen, nachdem die eigentlich beschlossene Einführung des elektronischen Personalausweises zum 01. November 2010 nun in Frage gestellt wird. Aber auch Anbieter und Verbraucher, die das Web für Transaktionen jeglicher Art nutzen, können nur den Kopf darüber schütteln, dass die FDP-Bundestagsfraktion die Nutzung eines solchen Ausweises erst in 10 Jahren befürwortet.

Schon jetzt ist die Zahl der Transaktionen im Netz deutlich zurückgegangen, was wohl auf die gehäuften Betrugsfälle zurückzuführen ist. Laut Prof. Dieter Kempf, Vorstandsvorsitzender des Vereins Deutschland sicher im Netz und gleichzeitig Mitglied im BITKOM-Präsidium fordert die Einhaltung der geplanten Einführung des Ausweises zum 01. November diesen Jahres. Dies sei nicht nur im Interesse der Käufer und Verkäufer im Web, sondern trage auch dazu bei, behördliche Vorgänge zu vereinfachen und deren Sicherheit zu erhöhen.

Umfragen zufolge waren rund 3 Millionen Deutsche schon einmal in einen Betrugsfall im Internet verwickelt. Umgerechnet auf die drei Viertel der deutschen Internetnutzer ab einem Alter von 14 Jahren ist jeder Vierte schon einmal Opfer eines Betrugs bei Käufen oder Auktionen im Internet geworden. Kein Wunder, dass jeder Fünfte Internetnutzer keine Transaktionen mehr über das Web tätigt. Das Sicherheitsrisiko ist einfach zu hoch. Der neue Ausweis würde vieles ändern. Viele Deutsche sind sogar bereit, ihren alten Ausweis gegen den neuen, elektronischen Personalausweis einzutauschen, auch wenn der alte Ausweis noch gültig ist. Der neue Ausweis käme für viele Nutzer nicht nur für Online-Käufe in Frage, sondern auch für behördliche Vorgänge wie beispielsweise Anmeldungen oder Ummeldungen. Mehr als ein Drittel würden den Ausweis für das Onlinebanking nutzen, für ein Drittel der Nutzer käme er für Onlinekäufe in Frage. Nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Anbieter von Internetdiensten, wozu nicht nur Unternehmen gehören, sondern auch eine Reihe von Behörden, würden die Einführung des neuen Ausweises zum 01. November befürworten, trägt er doch wesentlich zu einer effizienteren und sichereren Abwicklung von Transaktionen bei.

Mit dem neuen Personalausweis könnten sich sowohl Verbraucher als auch Anbieter gegenseitig ausweisen. All das geschieht auf freiwilliger Basis. Aus Sicherheitsgründen dürfen die Daten nur von den Organisationen, Behörden und Unternehmen ausgelesen werden, die ein staatliches Zertifikat besitzen. Zum Auslesen ist ein dafür konzipiertes Lesegerät notwendig. Damit über das Web rechtswirksame Verträge abgeschlossen werden können, haben Verbraucher die Möglichkeit, auf dem Chip des Ausweises eine digitale Signatur zu hinterlassen.
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