Gaslieferanten sollen mehr Konkurrenz bekommen

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Das Bundeskabinett will den Zugang zum Gasmarkt für neue Lieferanten erleichtern.

Positive Nachrichten für Gasverbraucher kommen aus dem Bundeskabinett. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, wurde dort ein Entwurf zur Neufassung der Gasnetzzugangsverordnung beschlossen, um auf dem Gasmarkt den Wettbewerb zu beleben. In diesem Gesetz sollen insbesondere drei Neuerungen gravierende Veränderungen neue Anbieter auf den Markt locken:

Das neue Gesetz sieht vor, dass bis 2013 die Marktgebiete, in denen Gaslieferanten frei agieren können, um vier auf maximal zwei reduziert werden. Dadurch könnte die bundesweite Lieferung für neue Anbieter wirtschaftlich attraktiver werden.

Auch der Zugang zu Transportkapazitäten soll insbesondere den neuen Wettbewerbern erleichtert werden. Bislang konnten die benötigten Netzkapazitäten von neuen Anbietern zum Teil nicht erworben werden, weil sie bereits langfristig von anderen Lieferanten ausgebucht waren. So konnten neue Anbieter nur schwerlich neue Angebote abgeben und ihr Wettbewerbspotenzial ausschöpfen.
Dies soll künftig anders werden. Um neuen Anbietern den Markteintritt zu erleichtern, sollen die Zugänge diskriminierungsfrei versteigert werden. Damit wird eine große Hürde genommen.

Als dritter Punkt soll in dem neuen Gesetz verankert werden, dass neue Gaskraftwerke leichter ans Netz gehen können, indem die Betreiber dieser Kraftwerke wie im Strombereich für höchstens drei Jahre zu reservieren – gegen eine angemessene Gebühr.

Dadurch, dass neue Gasanbieter nun leichter in den Gasmarkt eintreten können, werde auf dem deutschen Gasmarkt mehr Bewegung erwartet, wie Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) angab. Durch das neue Gesetz sollen die Energiemärkte marktoffener und transparenter gestaltet werden.
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