Telefonrechnung: Beiträge anderer Anbieter genau prüfen

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Die Verbraucherzentrale rät, die Telefonrechnung für das Festnetz die Posten Beiträge anderer Anbieter genau zu überprüfen.

Auf die Posten "Beiträge anderer Anbieter", der auf der Telefonrechnung für das Festnetz auftreten kann, sollte auf Anraten der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg eingehendes Augenmerk gelegt werden. Diese Posten können durchaus strittige Forderungen enthalten, die nicht seriöse Firmen nutzen, um bei den Verbrauchern versteckt abzukassieren.

Die Warnung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erging aufgrund von Forderungen eines in Düsseldorf ansässigen Unternehmens, die durch Verträge zustande gekommen sein sollen, die angeblich für Ansagedienste geschlossen wurden.

Die Hintergründe der einzeln Positionen der unter diesen Posten in Rechnung gestellten Beträge können im Einzelverbindungsnachweis nachgelesen werden. Auf einen Einzelverbindungsnachweis besteht ein genereller Anspruch der Verbraucher. Von den Verbraucherzentralen werden für Betroffene Musterbriefe zur Verfügung gestellt. Mit diesen haben die Verbraucher die Möglichkeit, sich gegen ungerechtfertigte Forderungen auf der Festnetz-Telefonrechnung zur Wehr setzen zu können. Für Abzock-Unternehmen ist es ein Leichtes, auf die beim Telefonanbieter hinterlegten Kundendaten zuzugreifen, sogar trotz der Bekräftigung, dass keinerlei Vertragsabschluss getätigt wurde.

Gleichzeitig ergeht die Warnung der Verbraucherzentralen vor einer Betrugsmasche mit angeblichen Rechnungen. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz teilte am Dienstag mit, dass E-Mail-Rechnungen mit betrügerischem Hintergrund im Umlauf seien, die aufgrund angeblicher Verstöße gegen das Urheberrecht gestellt wurden. Die Rechtsanwaltskanzlei Nümann + Lang, die als Absender in den betrügerischen Mails angezeigt wird, agiert angeblich im Auftrag der Videorama GmbH. In den Mails wird den Betroffenen vorgeworfen, Downloads von pornografischem Material und musikalischer Werke vorgenommen zu haben und somit eine Urheberrechtsverletzung begangen zu haben. Allerdings steckt die Anwaltskanzlei selbst gar nicht dahinter, sondern die Betrüger machen sich nur deren Namen für den Betrug zu Nutze.

Wie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz weiter erläutert, werden von dem Absender 100 € verlangt unter Angabe, dass bei der Staatsanwaltschaft bereits eine Strafanzeige gestellt worden sei. Die angedrohten strafrechtlichen und zivilrechtlichen Folgen können die Betroffenen angeblich nur durch sofortige Zahlung abwenden.
Ähnliche Vorgehensweisen wurden von der Verbraucherzentrale bei einer Mail des Absenders Grevenreuth AG entdeckt. Diese agiert angeblich in Vertretung der Firma Universal Music. In dieser Mail beläuft sich jedoch die fingierte Forderung für Musikdownloads auf 50 €.

Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass diese unberechtigten Forderungen auf keinen Fall gezahlt werden sollen. Generell werden solche Abmahnungsschreiben, in denen es um Urheberrechtsverletzung in der Musik- und Filmbranche geht, immer schriftlich per Post zugestellt. Die Anwälte versenden diese niemals per E-Mail.
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