Flugticket-Steuer 2011: Flüge ab sofort teurer

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Stimmt der Bundestag dem Beschluss des Kabinetts zu, wird für Flüge ab 1.1.2011 eine Abgabe zwischen 8 und 45 Euro erhoben.

Die Lufthansa befürchtet durch die Einführung der geplanten Luftverkehrsabgabe eine Wettbewerbsverzerrung und eine Abwanderung von Fluggästen auf ausländische Flughäfen und Fluggesellschaften. Dadurch würde der Luftverkehrsstandort Deutschlands geschwächt.

Die neue Luftverkehrssteuer von 8 bis zu 45 Euro pro Flugticket gilt ab sofort bei Buchungen für Abflüge ab 1. Januar 2011. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch, 1. September, in Berlin beschlossen. Starten Hin- und Rückflug in Deutschland, fällt die Steuer sogar zweimal an. Gestaffelt ist der Betrag nach Distanz. So fallen auf Kurzstrecken innerhalb Deutschlands und Europas 8 Euro je Passagier an, bei Flügen zwischen 2.500 und 6.000 Kilometern sind es 25 Euro. Langstreckenflüge ab 6.001 Kilometer werden mit 45 Euro belegt. Nur für Kinder unter zwei Jahren, die keinen eigenen Sitzplatz beanspruchen, entfällt die Steuer.

Damit es nun zum Ende des Jahres keinen Run auf Flugtickets für Flüge ab dem 1. Januar 2011 geben wird, wird die Steuer auch bei Buchungen erhoben, die ab dem 1. September 2010 getätigt werden – also ab sofort. Dies gilt gleichermaßen für die Buchung von Pauschalreisen als auch bei der direkten Buchung von Flugtickets.

Die Steuer ist abhängig vom Standort des Flughafens und gilt gleichermaßen für deutsche und ausländische Airlines. Eine zusätzliche Belastung für die Fluggesellschaften sieht Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) nicht. Er geht davon aus, dass die Fluggesellschaften die Steuer an die Reisenden weitergeben.
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