FDP will kürzere ALG I Bezugsdauer für Ältere

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Geht es nach dem Willen der FDP, sollen Arbeitslose ab einem Alter von 58 Jahren nur noch verkürztes Arbeitslosengeld erhalten. Während bisher Arbeitslose ab 58 für eine Dauer von 24 Monaten ALG I erhalten, soll nach Forderungen des FDP-Generalsekretärs Christian Lindner die Bezugsdauer auf 18 oder gar 12 Monate verkürzt werden.

Mit den Äußerungen von FDP-Generalsekretär in einem Interview mit der Bild-Zeitung macht die schwarz-gelbe Regierung sich erneut unbeliebt. Die FDP möchte Einsparungen beim Arbeitslosengeld I in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro erreichen, indem die Bezugsdauer älterer Arbeitsloser verkürzt wird.

Gleichzeitig sollen die Hinzuverdienstgrenzen bei Hartz IV – Empfängern höher angesetzt werden. Diese Forderung von Seiten der FDP birgt wieder einmal jede Menge Zündstoff, denn ältere Arbeitslose würden durch die Kürzung der Bezugsdauer gegenüber jüngeren Arbeitslosen benachteiligt.

Beruhend auf der Tatsache, dass ältere Arbeitlose in der Regel länger in die Kassen der Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, auf der anderen Seite aber jenseits der 50 schlechter einen neuen Job finden, wird das Ansehen der schwarz-gelben Koalition sicher nicht steigen. Das Bestreben der früheren Bundesregierung, durch eine Verlängerung der Bezugsdauer für ältere Arbeitslose eine Gleichstellung von jüngeren und älteren Arbeitslosen abzuschaffen, wird durch Lindners Forderung mit Füßen getreten.

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