Solaranlage kann genehmigungspflichtig sein

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Wie in der aktuellen Finanztest-Ausgabe zu lesen ist, ist der Betrieb einer Solarstromanlage mit massiven Rechtunsicherheiten verbunden.

Wer auf seinem Dach eine Solarstromanlage installiert und einen Teil des Stroms ins öffentliche Netz einspeist, sollte sich im Vorfeld erkundigen, ob eine Baugenehmigung notwendig ist. Das wird von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt und ist auch von der Wohnlage abhängig.

Solarstromanlage kann als gewerbliche Einnahmequelle eingestuft werden.

Kaum ein Hausbesitzer nutzt den Strom aus seiner Solarstromanlage ausschließlich innerhalb seines eigenen Stromkreises, sondern speist einen Teil des erzeugten Stroms ins öffentliche Stromnetz ein. Anders wäre die Installation einer solchen Anlage auch kaum nutzbar. Doch Vorsicht, einige Bundesländer werten dieses Einspeisen als gewerbliche Einnahme. Dann kann eine Baugenehmigung nötig sein. Je nach Bundesland ist eine solche gewerbliche Gebäudenutzung in allgemeinen Wohngebieten nur in Ausnahmefällen erlaubt. In reinen Wohngebieten kann die oberste Baubehörde die Anlage ganz verbieten.

Zu den Bundesländern, in denen eine Baugenehmigung erforderlich ist, zählen neben Niedersachsen auch Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Nicht in allen Bundesländern existieren derartig strenge Vorgaben. In Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Bremen müssen Hauseigentümer vor der Installation einer Solaranlage keine Baugenehmigung einholen, selbst wenn der erzeugte Strom komplett ins öffentliche Netz eingespeist wird.

Nachträgliche Baugenehmigung erst auf Anforderung

Aufgrund der zwielichtigen Rechtslage haben nicht wenige Hausbesitzer bereits eine Solaranlage installiert, ohne dafür eine Baugenehmigung einzuholen. Dies sollte laut Finanztest auch erst dann nachgeholt werden, wenn die zuständige Behörde dazu auffordert.

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