Finanztest Berufsunfähigkeitsversicherungen: Lockangebote meist Mogelpackungen

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Sieben Angebote für Berufseinsteiger zur Versicherung gegen Berufsunfähigkeit wurden von Finanztest unter die Lupe genommen. Viele Tarife mit Anfangsrabatt seien lediglich Mogelpakete und letztendlich teurer als der Normaltarif, einige Verträge beinhalten Risiken in Form von Verweisungen.

Finanztest hat in seiner Februarausgabe sieben Angebote für Berufsunfähigkeitsschutz genauer unter die Lupe genommen. Versicherer wollen insbesondere Berufseinsteiger mit vermeintlich attraktiven und lukrativen Angeboten locken. Im Hinblick auf die monatlichen Belastungen sind nämlich viele dieser Zielgruppe zurückhaltend, was den Abschluss einer solchen Versicherung anbetrifft.

Tarife mit Anfangsrabatt teilweise teurer als Normaltarife

Beispielsweise sollen Policen mit einem Monatsbeitrag von 25 € im Falle der Berufsunfähigkeit in eine Rentensumme von 1.500 € pro Monat münden. Im Normaltarif kostet diese Police 50 € monatlich. Ein konkretes Beispiel der Hanse Merkur: Ein Betriebswirt im Alter von 25 Jahren zahlt hier im Einstiegstarif ungefähr 23 € netto pro Monat. Nach 5 Jahren Vertragslaufzeit erhöht sich der Beitrag bis zum Vertragsende auf etwa 45 € pro Monat. In der Addition liegen die Kosten also knapp über dem Normaltarif.

Rabattierte Verträge möglicherweise um wichtige Leistungen reduziert

Finanztest warnt außerdem vor dem Verzicht von Leistungen zugunsten eines Rabattes. So können die ErgoDirekt oder Cosmos im Falle der Berufsunfähigkeit ihre Versicherer laut Vertrag sogar auf eine einfachere Tätigkeit verweisen anstatt in den Berufsunfähigkeitsschutz einzutreten. Experten raten zu gewissenhafter Überprüfung vor der Vertragsunterzeichnung.
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