KfW Gebäudesanierung unterliegt neuen Förderrichtlinien

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Für 2011 stehen für viele Eigentümer Sanierungen an, da die Energiesparverordnung (EnEV) schreibt bis Ende 2011 die Erreichung diverser Standards vorgibt. KfW-Förderung kann die Kostenbelastung dämmen, staatliche Zuschüsse sind möglich.

Baudarlehen
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Forderungen der Energiesparverordnung bis Ende 2011

Die Energiesparverordnung (EnEV) gibt vor, dass bis Ende 2011 diejenigen Dächer oder Dachböden zu dämmen sind, die älter als 10 Jahre sind respektive älteren Datums als 2001. Die Dämmung der Gebäudehülle soll Energie einsparen und den Bewohnern mehr Wohnkomfort durch Wohlfühlwärme garantieren.

Für eine Vielzahl Eigentümer bedeutet dies in diesem Jahr einigen Sanierungs- und Kostenaufwand, zumindest bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Befreit von dieser Pflicht ist nur, wer als Eigentümer selbst schon vor dem 1. Februar 2002 im entsprechenden Haus gewohnt hat.

Fördermittel und Zuschüsse

Die Grundformel lautet: Je besser der Energiestandard, desto mehr Zuschuss. Grundsätzlich ist der Zuschuss pro Wohneinheit auf einen Maximumwert 2.500 € festgeschrieben. Bei Einzelmaßnahmen soll dies etwa 5 % der Kosten decken, vorausgesetzt es wird in einem Mindestvolumen von 6.000 € investiert. Alternativ bietet die KfW-Bank einen Kredit über höchstens 50.000 € pro Wohneinheit mit günstigem Zinssatz.

Diese Summen sind nicht einmal hochgegriffen, bedenkt man, dass die Dämmung eines gesamten Daches mit durchschnittlich 160 Euro pro m² zu Buche schlägt und auch Arbeiten am Dachboden im Schnitt mit 80 € pro m² kalkuliert werden müssen.

Neue Förderrichtlinien entlasten die Bauherren

Die neuen Förderrichtlinien der KfW kommen denjenigen Bauherren zugute, die demnächst Fassade oder Dach dämmen wollen oder gar Fenster oder Heizungsanlagen austauschen wollen. Pünktlich zum 1. März fördert das staatliche Finanzinstitut nämlich nicht nur Gesamtsanierungen, sondern auch wieder Einzelmaßnahmen.

Achtung: Vorab über Standards informieren und Sachverständigen hinzuziehen

In den Genuss einer KfW-Förderung für eine Teilsanierung kommt allerdings nur wer die vorgegebenen Energie-Standards erfüllt. Dazu gehört u. a., dass Außenwände einen niedrigen U-Wert haben (Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten). Auch für Fenster gibt es eine Vorschrift: sie müssen dreifachverglast sein

Daher ist die genaue Planung der Abfolge der Baumaßnahmen finanziell gesehen mehr als sinnvoll. So sollte beispielsweise zunächst die Dämmung der Fassade vorgenommen werden, damit die Leistung der Wärmequelle dem neuen Energiebedarf entspricht. Erst dann wird der Austausch der Heizungsanlage überhaupt gefördert. Auch müssen Wände einen bestimmten Dämmstandard vorweisen, um die Förderung für die Erneuerung der Fenster erhalten zu können. Aus diesen Gründen ist das Gutachten eines Bausachverständigen Voraussetzung für eine KfW-Einzelförderung.
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