50% der Geringverdiener können sich keine Altersvorsorge leisten

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Einer Umfrage der Deutschen Vermögensberatung zufolge ist eine Altersvorsorge für die Hälfte der Geringverdiener unerschwinglich.

Altersarmut
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Die Hälfte der Geringverdiener können es sich nicht leisten, in die private Altersvorsorge zu investieren.

Im Rahmen einer Umfrage zum Thema Altersvorsorge der Deutschen Vermögensberatung DVAG in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut TNS Emnid und dem Sozialforscher Wolfgang Gibowski wurden über 1.000 Personen befragt.

Private Altersvorsorge – geschlechtsspezifisch keine großen Differenzen
Eine Aufstockung der jetzigen Altersvorsorge durch zusätzliche private Vorsorgeangebote kommt bei 37 Prozent in naher Zukunft in Frage. Zwischen Männern und Frauen wurden dabei keine großen Differenzen festgestellt – alle wollen in gleichem Rahmen für eine Verbesserung der Altersversorgung sorgen. In der Altersgruppe bis 29 Jahren nimmt bei 61 Prozent die Erhöhung der Altersvorsorge eine hohe Priorität ein. In der Altersgruppe zwischen 30 und 39 legen 44 Prozent großen Wert auf eine zusätzliche Altersvorsorgemaßnahme.

Personen ohne Aufstockung der Altersvorsorge
Von den Personen, die nicht zusätzlich privat fürs Alter vorsorgen, erachten 63 Prozent die aktuelle Altersvorsorge als zufriedenstellend. 50 % argumentieren, dass eine Zusatzvorsorge finanziell nicht möglich ist und 45 Prozent bevorzugen, das Leben hier und jetzt zu genießen ohne an später zu denken. Bei dieser Frage waren für die Umfrageteilnehmer Mehrfachnennungen möglich. Knapp ein Drittel sind optimistisch und setzen auf andere Vermögenswerte, unter anderem das Veräußern der eigenen Immobilie oder die Erwartung einer Erbschaft.

Ausgeben statt sparen heißt die Devise der Hälfte der 14- bis 29-Jährigen und sogar von 60 Prozent in der Altersgruppe zwischen 30 und 39. Das Leben zu genießen hat in diesen Altersgruppen Vorrang vor den Gedanken um die finanzielle Situation im Alter.

Für 60 % der Geringverdiener Altersvorsorge finanziell nicht tragbar
Von Personen, die mit einem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1.000 und 1.500 € auskommen müssen, gaben 60 Prozent an, dass keine Mittel übrig sind, die in die private Altersversorgung investiert werden könnten.
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