Wohnungsbau: Schlechte Naubauzahlen lassen Mieten steigen

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Statistische Auswertungen ergaben, dass sich die Situation im Wohnungsneubau alles andere als verbessert hat: Der Deutsche Mieterbund beklagt gar einen historischen Tiefstand und rechnet mit steigenden Mieten.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr insgesamt 159.832 Wohnungen fertiggestellt, davon 53.014 Wohnungen im Mehrfamilienhausbereich und 27.364 Eigentumswohnungen. Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), beklagt diese Situation als historischen Tiefstand im Wohnungsneubau.

Erhoffter Aufschwung ausgeblieben - Bund unter Zugzwang
Mit gegenüber 2009 nur 845 Wohnungen mehr, die gebaut wurden, hat sich der Wohnungsneubau nicht erholt. Nach Einschätzung des DMB, wird das Wohnungsangebot künftig knapper und man darf von steigenden Mieten ausgehen, und zwar insbesondere in Ballungsgebieten wie Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart sowie in einigen Universitätsstädten. Dem seit 50 Jahren niedrigsten Fertigstellungsniveau könne der Bund nur durch verstärkte Förderung des Neubaus sowie gegebenenfalls zusätzlichen steuerlichen Anreize entgegenwirken.

Um Durchschnittsverdienern in Ballungszentren die Option auf Anmietung einer Innenstadt-Wohnung überhaupt noch garantieren zu können, bedarf es nach Auffassung von Siebenkotten geänderter Rechtsvorschriften. Im Zusammenhang mit Neuvertragsmieten fordert er Obergrenzen für maximal zulässige Mieten. Außerdem will er die Grundlagen geschaffen wissen, Mietpreisüberhöhungen auch in Teilmärkten ahnden zu können. So liegen die Mietpreise bei Abschluss von Neuverträgen etwa 20 bis 40 Prozent über dem Niveau bestehender Mietverhältnisse.
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