Erträge aus Lebensversicherungen fallen auf Niedrigniveau

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Lebensversicherungen für 2012 nur noch mit geringen Renditen. Ursache: Niedrige Verzinsung von Rentenpapieren. Kundengelder stecken in festverzinslichen Anleihen mit fallenden Renditen. Neuverträge lohnen nicht. Aus Altverträgen nicht aussteigen.

Gemäß dem "Hamburger Abendblatt" (Dienstagsausgabe) werden die Erträge aus Lebensversicherungen in Deutschland 2012 auf ein Niedrigniveau fallen. Dies ergab eine Umfrage unter den 40 größten Lebensversicherern. Für Millionen Kunden von Lebensversicherungen heißt das 2012 eine Überschussbeteiligung von nur noch 3,87 Prozent im Gegensatz zu 4,08 Prozent im Vorjahr und 7,15 Prozent im Jahr 2000.

Niedrige Verzinsung von Rentenpapieren

Die laufende Verzinsung eines Lebensversicherungsvertrages wird als Überschussbeteiligung bezeichnet. Da Bundesanleihen und Rentenpapiere im allgemeinen derzeit mit rapide fallenden Zinsen zu kämpfen haben, bleibt für die Lebensversicherungen nur noch eine minimale Rendite für die Kunden übrig. Denn die meisten der 747 Milliarden Euro Kundengelder (rund 88 Prozent) wurden von den Versicherungsunternehmen in festverzinslichen Anleihen angelegt, deren durchschnittliche Rendite im Jahr 1995 bei 6,82 Prozent lag (zehnjährige Bundesanleihe). Inzwischen bringen diese Anleihen nur noch 2,67 Prozent (2011) Zinsen.

Neuabschlüsse derzeit vermeiden

Aktuell sollte man auf den Abschluss von Lebensversicherungen lieber verzichten, warnt der Bund der Versicherten als auch die Hamburger Verbraucherzentrale. Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten bezeichnet Neuabschlüsse als nicht lohnenswert. Allerdings bieten Altverträge vor 2005 mit ihrer Steuerfreiheit durchaus noch Potential und sollten aufrecht erhalten bleiben.
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