Hausbau: Energieeinsparverordnung legt Eigentümern neue Regeln auf

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Ein zur Abstimmung vorliegender Entwurf des Bundesbauministeriums sieht eine Verschärfung der Regelungen in der neuen Energieeinsparverordnung vor - Zusatzkosten für Hauseigentümer inklusive.

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Energieausweise sollen dem Bundesbauministerium unter Peter Ramsauer (CSU) künftig besser der Kontrolle der Klimafreundlichkeit der Wohngebäude dienen. Derzeit keine Seltenheit: Falschangaben hierin. Eine Registrierung der Ausweise bei den Ländern soll künftig eine stichprobenartige Überprüfung ermöglichen.

Zusatzkosten in Höhe einer halben Milliarde Euro
Weitere strenge Regeln im Entwurf der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) werden Wirtschaft und Hauseigentümern jährlich bis zu einer halben Milliarde € zusätzlicher Kosten abverlangen. Im Entwurf heißt es konkret: "Steigerungen bei künftig zu vermietenden neu gebauten Wohnungen und Häusern" seien "nicht auszuschließen".

Dazu zählt die neue Vorschrift der Ausstattung von Wohngebäuden mit dreifach verglasten Fenstern. Auch für Kellerdecken ist eine bessere Isolierung vorgesehen. Wie die "taz"“ berichtet, werden die Neuregelungen auf Wohngebäude angewendet, die nach Inkrafttreten der neuen EnEV gebaut werden. Die im Jahr 2009 in Kraft getretenen Regeln für die Sanierung von Altbauten behalten weiterhin Gültigkeit.

Außerdem heißt es, dass bei der Dämmung gespart werden darf, wenn eine umweltfreundliche Heizungen eingebaut wird. Hierzu zählen effiziente Gas- oder Öl-Brennwertheizungen, die mit Solaranlagen, Holzpellet-Kesseln oder Wärmepumpen kombiniert werden.

Kritik vom NABU
Ulf Sieberg vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) gehört zu den Klimaschützern, die befürchten, dass die gleichzeitige Herabsetzung der Standards zur Wärmedämmung für Bürotürme und andere Gewerbebauten kontraproduktiv im Hinblick auf die Erreichung der Klimaziele sei.
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