Telefon-Warteschleifen: Mit dem 01.September tritt Neureglung in Kraft

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Endlich hat die Abzocke mit Telefon-Warteschleifen ein Ende. Die ersten zwei Minuten müssen in Zukunft kostenlos sein. Es gibt eine Übergangsregelung bis Mitte 2013.

Telefonberatung
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Am 1. September 2012 tritt mit der Novelle des Telekommunikationsgesetzen (TKG) eine neue Regelung in Kraft. Demnach müssen mindestens die ersten zwei Minuten einer Warteschleife kostenlos sein.

Warteschleifen waren bei vielen Unternehmen ein einträgliches Nebengeschäft. Diese haben ihre Kunden systematisch in langen und teuren Warteschleifen gehalten. Lina Ehring, Referentin für Telekommunikation und Medien beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisierte auch, dass diese Praktiken auch bei seriösen Unternehmen als Zusatzeinkünfte erkannt wurden.

Dies gehört aber nunmehr der Vergangenheit an. Mit dem neuen Gesetz endet mit dem 01. September endlich der Ärger über die Warteschleifen. Der vzbz hatte sich intensiv für eine gesetzliche Regelung eingesetzt.

Die neue Regelung ist unabhängig ob vom Festnetz oder von Mobiltelefonen angerufen wird. Die ersten zwei Minuten müssen kostenfrei sein. Wenn der Anruf schneller angenommen wird, endet ab diesem Zeitpunkt die Entgelt-Freiheit und der Anruf wird normal berechnet. Wenn der Anruf aber innerhalb dieser zwei Minuten nicht angenommen wird, wird die Verbindung automatisch getrennt und der Verbraucher muss noch einmal neu wählen.

Übergangsregelung bis Juni 2013
Wie der vzbz meldet, müssen Verbraucher auf eine komplett kostenlose Warteschleife aber noch bis zum 01. Juni nächsten Jahres warten. Diese Übergangsfrist wurde vom Gesetzgeber der Wirtschaft gegenüber eingeräumt. Es muss auch erst ab diesem Zeitpunkt die Information über die voraussichtliche Dauer der Wartezeit und die etwaige Abrechnung des Anrufs gegen Festpreis erfolgen.

Wenn ein Unternehmen ab Juni 2013 gegen diese Regelung verstößt, ist das gesamte Gespräch für den Verbraucher kostenfrei.

Es gibt wie immer Ausnahmen
Ausnahme von dieser neuen Regelung gibt es bei Rufnummern, die zum Ortstarif abgerechnet werden. Betroffen sind auch die Behördenrufnummer 115 und Mobilfunk-Nummern. Auch bei Anrufen, die einen Festpreis zugrunde legen, entfällt die Regelung zur Entgeltfreiheit der Warteschleife.

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