Alters-Armut: Linkspartei will Reiche zur Kasse bitten

  1. Steuer & Recht
  2. Tarifeverzeichnis



Die Linkspartei will die Altersarmut durch verstärkte Zahlungen der Besserverdienenden bekämpfen, Beitragsbemessungsgrenze soll entfallen, Rentenniveu soll wieder auf 53 Prozent steigen.

Geld
© K.-U. Häßler - Fotolia
Der Franktionschef der Linken, Gregor Gysi, und die Parteivorsitzende Katja Kipping wollen das Loch in der Rentenkasse durch verstärkte Zahlungen der Besserverdienenden stopfen. "Der Millionär braucht keine gesetzliche Rente, aber die gesetzliche Rente braucht den Millionär", so Gysi bei der Vorstellung des Konzepts.

Die Linken möchten die Beitragsbemessungsgrenzen von derzeit 5600 Euro (West) und 4800 Euro (Ost), erst anheben und später komplett abschaffen. Beamte und Selbständige sollen ebenfalls zahlen und auch Ersatzleistungen für Erziehende, Pflegende und Erwerbslose werden nach dem Konzept einbezogen. Es wird wieder eine Rentenhöhe von 53 Prozent angestrebt, wobei die Ost-Sätze innerhalb der nächsten fünf Jahre das Niveau des Westens erreichen sollen. Bernd Riexinger, ebenfalls Parteivorsitzender, strebt eine "Renaissance der Lebensstandard sichernden Renten" an und zur Erreichung dieses Ziels will die Partei alle Dämpfungsfaktoren in der Rentenformel abschaffen.

Die Linkspartei plant eine "steuerfinanzierte, einkommens- und vermögensgeprüfte solidarische Mindestrente", dazu muss nach ihren Aussagen die prekäre Beschäftigung eingedämmt und ein Mindestlohn von zehn Euro gezahlt werden.

Mit ihrem Konzept will die Linkspartei den linken Flügel der SPD ansprechen, das aktuell vorgestellte Modell von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), das eine Zusatzrente propagandiert, sowie die vorgeschlagene Solidarrente von Siegmar Gabriel (SPD-Vorsitzender) sind für die Linkspartei nicht geeignet, um eine ausreichende Versorgung im Alter zu gewährleisten.


Mehr zum Thema:

 



Das könnte Sie auch intressieren: