Deutsche Holzvorräte auf Höchststand

  1. Wohnen & Eigenheim
  2. Tarifeverzeichnis



Die Holzvorräte in Deutschland sind auf einem Höchststand - aktueller Wert ist 3,6 Mrd Kubikmeter. Grund hierfür sind vorausschauende Forstwirtschaft und eine langfristige ressorchenschonende Holznutzung.

Der Zuwachs an Holz übertrifft die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes in Deutschland bei weitem. Vorläufige Ergebnisse aus der dritten Bundeswaldinventur zum 1. Januar 2012 weisen für den Holzvorrat in deutschen Wäldern (330 Kubikmeter je Hektar Waldfläche oder gesamt gesehen 3,6 Mrd. Kubikmeter) - somit Spitzenwerte für Europa auf.

In den letzten 40 Jahren hat sich die Waldfläche um zehn Prozent erhöht, derzeit besteht mit 11,3 Millionen Hektar ungefähr ein Drittel der BRD aus Waldgebiet. Pro Sekunde entsteht so ein zusätzlicher "Holzwürfel" mit einer Kantenlänge von 1,50 Meter.

Der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik, der die Hersteller moderner Feuerstätten repräsentiert, wies auf die enormen Werte hin. Dipl.-Ing. Frank Kienle (Geschäftsführer des HKI) erklärt, dass die langfristige Planung zu diesen beeindruckenden Zahlen führt. Die deutsche Forstwirtschaft werde nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit betrieben, seit mehr als 300 Jahren bemüht man sich in Deutschland um eine ressourcenschonende Holznutzung, dies ist möglich, da man im Wald in Jahrzehnten oder gar Generationen kalkuliert.

Naturforscher fordern, die derzeit nicht bewirtschafteten Flächen von ungefähr zehn Prozent - unter anderem an Steilhängen, in Biotopen oder Nationalparks gelegen - auf das Doppelte auszudehnen. Forstexperten lehnen es ab, bis zu zwanzig Prozent der Waldfläche brachliegen zu lassen, da dies nach Meinung der Fachleute zu einer überproportionalen Nutzung des verbleibenden Nutzwaldes führen und somit gegen das Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft verstoßen würde.

Der private Ofenbesitzer spielt eine wichtige Rolle im Forstbetrieb. Der Erlös aus dem Brennholz, das aus dem Umbau der Wälder von Monokulturen (Eichen und Fichten) zu artenreichen Mischwäldern anfällt, macht 90 Prozent der Einnahmen aus der Forstwirtschaft aus. Somit wird die wirtschaftliche Grundlage für Waldbewirtschaftung durch den privaten Verbraucher gelegt.

Da Brennholz nicht kostengünstig ist, versuchen die Hersteller die Verbrennungsprozesse der modernen Öfen zu optimieren, somit den Verbrauch zu reduzieren und die Kosten für Heizmaterialien zu senken. Durch die Verbrauchsreduzierung fallengeringere Emissionen an, dadurch wird die Umwelt mit einem hohen Wirkungsgrad geschont.
Mehr zum Thema:

 



Das könnte Sie auch intressieren: