Niedriglohnempfänger selten an Entgeltumwandlung interessiert, aber wenn, dann kräftig

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Obwohl Niedriglohnempfänger die zusätzliche Altersversorge benötigen, um im Rentenalter keine Not zu leiden, sind wenige daran interessiert. Falls die Geringverdiener doch überzeugt sind, investieren sie überraschenderweise hohe Beträge in die Absicherung.

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Was man bereits vermutete, wurde jetzt vom Statistischen Bundesamt belegt: Niedriglohnempfänger verfügen selten über eine Betriebsrente, die aus Teilen ihres Gehalts gezahlt wird. Überraschend ist allerdings, dass der geringe Anteil derer, die sich für diese Form der Altersabsicherung entscheidet, verhältnismäßig hohe Teile ihres Einkommens investieren.

Anteil Beschäftigter an Direktversicherung
Erstmal wurde für das Jahr 2010 analysiert, wie viele Beschäftigte direkt von ihrem Verdienst über ihren Arbeitgeber in eine betriebliche Altersabsicherung investieren. Der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, die sich hierfür entschieden beträgt gut 22 Prozent - ohne Auszubildende, Altersteilzeitnehmer und Beschäftigte des öffentlichen Diensts. Arbeitnehmer mit hohem Einkommen machen mit 36,4 Prozent den größten Anteil der Direktversicherungen mittels Entgeltumwandlung auf, darauf folgen 22,4 Prozent der Beschäftigten mit mittlerem Verdienst, während die Empfänger von Niedriglohn lediglich einen Anteil von 6,2 Prozent ausmachen.

Höhe der Beitragszahlungen
Die Mitglieder der unteren Gehaltskategorien sind zwar mit dem geringsten Prozentsatz vertreten, doch diejenigen, die die Wichtigkeit erkannt haben, die Rente privat aufzubessern, tun dies gründlich. Während die Beschäftigten mit mittleren Verdienst im Schnitt 3,3 Prozent investieren, die gehobenen Einkommensklassen sogar noch weniger (2,6 Prozent), sparen die Geringverdiener durchschnittlich 4,1 Prozent.

Die Versicherungsnehmer einer Entgeltumwandlung haben begriffen, dass ihr geringer Verdienst zu weniger Entgeltpunkten führt, die für die spätere Höhe der gesetzlichen Rente maßgeblich ist und sorgen somit privat vor.
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