Lebensversicherungen: Niedrige Zinsen schmälern Rendite

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Verbraucherschützer sehen in Lebensversicherung entgegen ihrer Beliebtheit nicht die optimale Anlageform. Einer der Gründe: Niedrigzinsphasen schmälern die Rendite.

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Eine beliebte Kapitalanlage deutscher Anleger ist die Lebensversicherung. Einer Statistik des Bundesverbandes der deutschen Banken zufolge umfasst das gesamte Investitionsvolumen in Lebens- oder Rentenversicherungen 1,4 Billionen Euro. Galten insbesondere Lebensversicherungen lange als ebenso sicher wie krisenfest, bleiben auch sie von den Folgen des derzeit niedrigen Zinsniveaus nicht verschont.

Geschmälerte Rendite durch niedrige Zinsen
Durften sich Anleger bei zwischen 1994 und 1999 geschlossenen Verträgen noch über einen Garantiezins von 4 % freuen, ist dieser stetig auf nunmehr vergleichsweise geringe 1,75 % gesunken. Um das ihren Kunden gegenüber garantierte Kapital zu erreichen, verfolgen Versicherer eine eher konservative Geldanlege-Strategie in Form festverzinslicher Papiere wie Renten, Pfandbriefe oder Anleihen. Gerade deren Rendite wiederum ist signifikant gesunken.

Zwar liegt im Segment Lebensversicherung die Durchschnittsrendite mit 4 % bislang deutlich über dem Standard, jedoch im Wesentlichen aufgrund der erwirtschafteten Überschüsse. Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart, weiß, dass die aktuelle Niedrigzinsphase die Versicherer besonders trifft. Dem hieraus resultierende Zwang, künftig möglicherweise höhere Risiken eingehen zu müssen, steht er skeptisch gegenüber.

Vergleichsweise sichere Anlageform
Grundsätzlich bietet der Sicherungsfonds Protektor de Sicherheit, die der Name verspricht, nach Meinung des Experten jedoch im Ernstfall keine absolute. Ohne Ausstieg aus dem Vertrag, können Kunden aber getrost auf ihre Rendite zählen. Einzig vorzeitige Kündigung ziehen finanzielle Verlusten nach sich.

Verbraucherschützer halten Lebensversicherung deswegen nicht für das Optimum, weil lediglich ein Teil der Beiträge sicher verzinst wird. Der Rest fließt in den Todesfallschutz. Für den Kunden kommen dazu noch teilweise intransparente Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Provisionen.
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